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Über Umwege zum Baby

Künstliche Befruchtung und LeihmutterschaftKinderwunsch kennt keine Grenzen. Vieles ist möglich, aber manches geht bislang (zum Glück) nur im Ausland

1. Eizellenspende

Mehr als tausend Frauen reisen jährlich ins Ausland, um sich die befruchtete Eizelle einer anonymen Spenderin einsetzen zu lassen.Künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft Meist bilden sie keine eigenen Eizellen mehr etwa wegen ihres Alters, einer Chemotherapie oder einer OP an den Eierstöcken. Vorbereitung der Gebärmutter und Kontrolle der Gebärmutterschleimhaut finden oft in einer deutschen Praxis statt. Rechtslage: In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz die Egg Donation. In Frankreich, Holland und anderen EU-Ländern ist sie erlaubt.

2. Leihmutterschaft

Künstliche Befruchtung und LeihmutterschaftEine fremde Frau trägt die befruchtete Eizelle eines Paares aus und überlässt das Kind den genetischen Eltern. Meist kann die Auftraggeberin wegen einer Gebärmuttererkrankung keinen Nachwuchs austragen. Eher selten wird die Ersatzmutter mit dem Sperma des Vaters befruchtet, etwa wenn dessen Frau steril ist (volle Leihmutterschaft). Rechtslage: In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz jede Art von Ersatzmutterschaft. Auch die Vermittlung von Leihmüttern ist nicht erlaubt. Ähnliches gilt im Großteil der EU. In einigen Ländern etwa Holland, England, Spanien ist nur die gewerbliche Leihmutterschaft untersagt.

3. Präimplantations-Diagnostik

Künstliche Befruchtung und LeihmutterschaftBei der PID untersucht der Arzt die Gene des im Reagenzglas gezeugten Embryos, bevor dieser in die Gebärmutter eingesetzt wird. So lassen sich theoretisch nicht nur bestimmte Erbkrankheiten erkennen, sondern auch Haarfarbe, Teint oder Geschlecht. Ein Fertility Institute in Los Angeles wirbt damit, dass bereits 2400 Eltern ihr Geschlechtsauswahlprogramm genutzt hätten. In London kam Anfang 2009 erstmals ein Mädchen zur Welt, bei dem dank PID Brustkrebsgene ausgeschlossen wurden. Rechtslage: Hierzulande verboten. In Ländern wie Frankreich, Belgien, England ist die PID erlaubt, um schwere Erbkrankheiten zu verhindern aber nicht, um Embryonen ihres Geschlechts wegen auszusortieren.

4. Samenspende

Ist der Mann unfruchtbar, kann die Samenspende Frauen zu einem leiblichen Kind verhelfen.Künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft Damit der Nachwuchs dem Kinderwunschpaar gleicht, bestimmt dieses den Spender meist anhand von Körpermerkmalen des sozialen Vaters etwa Haarfarbe, Größe, Körperbau. Den Spermalieferanten hält die Samenbank anonym. Die anschließende Befruchtung (donogene Insemination) erfolgt in gleicher Weise wie die künstliche Befruchtungkünstliche Befruchtung bei Ehepartnern. Schätzungsweise mehr als 50000 Kinder wurden in Deutschland bereits via Samenbank gezeugt. Rechtslage: Juristisch weitgehend ungeregelt; die Behandlung verheirateter Paare ist Routine. Single-Frauen und lesbische Paare werden von Repro-Ärzten in Deutschland meist nicht behandelt: Grund ist die ungeklärte Frage der Unterhaltspflicht für den per Spendersamen gezeugten Nachwuchs.

5. Bechermethode

Die Do-it-yourself-Variante zur Samenübertragung in der Arztpraxis. Das Sperma des eigenes Mannes oder eines anderen Spenders wird in einem Becher aufgefangen und mit einer Einwegspritze tief in die Vagina eingeführt. Es können auch spezielle Muttermundkappen verwendet werden. Wird gern von lesbischen Paaren angewendet. Rechtslage: Juristisch nicht geregelt. Niemand macht sich strafbar, der diese Befruchtungsmethode wählt.