+41 435-080-791
+38 066-787-67-16
  biotexukraine@yahoo.com
ivf-icsi.org

Ich will ein Kind

Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare zulässig

auslandsadoption.bizZwei Männer, ein Kind: Schon heute leben etwa 2200 Kinder in "Lebenspartnerschaften"

16 Februar 2010 Das Verbot einer gemeinschaftlichen Adoption eines fremden Kindes durch gleichgeschlechtliche Lebenspartner lässt sich verfassungsrechtlich nicht aufrechterhalten. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages, das bei den Grünen sowie in der FDP Anklang findet.

Das bisher unveröffentlichte Gutachten, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) vorliegt, beruft sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Oktober 2009, nach der die Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft bei der betrieblichen Hinterbliebenenrente grundgesetzwidrig ist.

Dieser Beschluss, in dem Gutachten fälschlich als Urteil bezeichnet, bringt nach Ansicht des wissenschaftlichen Dienstes eine umfassende Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern in allen Rechtsgebieten mit sich. Auch beim Adoptionsrecht sei ein sachlicher Rechtfertigungsgrund erforderlich, um eingetragene Lebenspartner gegenüber Eheleuten ungleich zu behandeln. Der bloße Verweis auf den besonderen Schutz der Ehe im Grundgesetz genüge nicht. Auch sei es dem Gesetzgeber verwehrt, die Gefahr einer generellen Gefährdung des Kindeswohls gegen ein Adoptionsrecht ins Feld zu führen.

Die Ehe gegenüber anderen Lebensformen nicht begünstigen

Der Gesetzgeber lasse es schließlich selbst zu, dass Kinder, die von einem Lebenspartner adoptiert wurden, in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft aufwachsen. Auch seien keine aktuellen empirischen Studien ersichtlich, wonach das Wohl eines Kindes in einer Lebenspartnerschaft in Deutschland generell gefährdet sei, heißt es in dem Gutachten.Vielmehr komme eine vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegebene Studie zu dem Ergebnis, eine gemeinschaftliche Adoption sei für das Kindeswohl von Vorteil.

Im Koalitionsvertrag von Union und FDP heißt es mit Blick auf das Steuerrecht, dass gleichheitswidrige Benachteiligungen abgebaut werden und insbesondere die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichstellung von Lebenspartnern mit Ehegatten umgesetzt werden sollen. Ferner wollen Union und FDP, wie es unter der Überschrift Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes heißt, die Ausgewogenheit von Rechten und Pflichten von eingetragenen Lebenspartnerschaften verbessern. Dazu werden wir die familien- und ehebezogenen Regelungen über Besoldung, Versorgung und Beihilfe auf Lebenspartnerschaften übertragen. Das Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages verweist auf die neuere Karlsruher Rechtsprechung, nach der derauslandsadoption.biz biologischen Elternschaft gegenüber der rechtlichen und sozial-familiären Elternschaft kein Vorrang mehr zugestanden werde.

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Papier, sagte kürzlich im Gespräch mit der F.A.Z., es sei dem Gesetzgeber grundsätzlich nichtverwehrt, die Ehe gegenüber anderen Lebensformen zu begünstigen. Allerdings müssten für damit verbundene Benachteiligungen nichtehelicher Lebensgemeinschaften umso gewichtigere Sachgründe vorliegen, je größer die Gefahr ist, dass an Persönlichkeitsmerkmale der sexuellen Orientierung angeknüpft wird. In Karlsruhe ist seit Ende 2009 eine Verfassungsbeschwerde anhängig, die sich gegen den Ausschluss einer gemeinschaftlichen Adoption durch eingetragene Lebenspartner wendet. Mit einer Entscheidung ist aber nicht in nächster Zeit zu rechnen.

Mutter ohne Namen

Bei einer Anonymen Geburt wird im Krankenhaus mit der schwangeren Frau ein Codename ausgemacht, mit dem sie angesprochen wird und unter dem ihre Krankenakte läuft. Es wird besprochen, ob sie das Neugeborene sehen, ihm einen Namen geben, es bei sich haben oder die Daten des Babys wissen möchte.

115 Schwangere haben sich in Wien seit 2001 für eine Anonyme Geburt entschieden - An der Notlage, in der viele Betroffene leben, ändert sie aber nichts, kritisieren Sozialarbeiterinnen

auslandsadoption.biz

Über die Hotline der "Kontaktstelle für Anonyme Geburt-Babyklappe" der Grazer Caritas informieren und betreuen Christa Pletz und ihr Team anonym Schwangere in Not. Manche Betroffene vertrauen ihre Situation dort, am Telefon, zum ersten Mal jemandem an, die meisten halten ihre Schwangerschaft geheim. "Keiner Mutter, die ich bisher beraten konnte, war das Baby egal", betont Pletz im Gespräch mit dieStandard.at. "Im Gegenteil: Die Frage 'Geht es dem Baby gut?' erzeugt großen Druck."

Finanzielle Notlagen und fehlende Zukunftsperspektiven sind die Hauptgründe, warum sich Frauen für eine Anonyme Geburt und gegen ein Leben mit ihrem Kind entscheiden, das vom Jugendamt zur Adoption freigegeben wird. Die Möglichkeit der Anonymen Geburt besteht in Österreich seit 2001. Damals wurde der Paragraph 197 Strafgesetzbuch, der "das Verlassen eines Unmündigen" unter gerichtliche Strafe stellte, gestrichen und durch den Erlass über Anonyme Geburt ersetzt. In erster Linie sollen damit Kindesweglegungen oder -tötungen verhindert werden - was trotz aller Bemühungen aber immer wieder vorkommt, wenn auch seit 2001 die Zahl der Tötungen von Neugeborenen um 50 Prozent zurückgegangen ist.

Aus allen sozialen Schichten

Allein in Wien gab es seit 2001 115 Anonyme Geburten an den 10 dafür eingerichteten Spitälern; 18 Babys wurden seit dem Jahr 2000 (dem Jahr der Einführung von Babyklappen in Österreich) in die Wiener Babyklappe gelegt. 40 Prozent der betroffenen Frauen in Wien entschieden sich aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus für eine Anonyme Geburt, für 15 Prozent war ein Schwangerschaftsabbruch aus religiösen oder ethischen Gründen undenkbar. Acht Prozent wählten diesen Ausweg, weil sie in einer Gewaltbeziehung lebten; fünf Prozent, weil ein Kind nicht in ihr Lebenskonzept passte. Die Betroffenen kommen aus sämtlichen sozialen Schichten ,16 -jährige Mädchen sind ebenso darunter wie über 40-jährige Frauen; ein Großteil hat bereits Kinder.

auslandsadoption.biz"In vielen Fällen wird die Schwangerschaft erst sehr spät bemerkt oder lange verdrängt, sodass kein Schwangerschaftsabbruch mehr möglich ist; bei anderen Frauen ist ein Abbruch von vornherein kein Thema, sie schaffen es aber aufgrund ihres gesellschaftlichen oder familiären Umfelds nicht, ihr Baby offiziell auf die Welt zu bringen", erklärt Christa Pletz . Das Kind offiziell zur Adoption freizugeben sei "eine gute, aber keine einfache Lösung"; sie müsse endlich aus dem Tabubereich gehoben werden, um Frauen die Entscheidung dafür zu erleichtern: "Ein Kind herzugeben ist in der Gesellschaft noch immer ein Stigma; Frauen werden nicht selten dafür geächtet, selbst wenn es ein Akt der Liebe der Mutter war, ihr Kind anderen Menschen anzuvertrauen, damit es ihm gutgeht."

Angst, "entdeckt" zu werden

Ein Problem sei, dass viele Schwangere in Not aus Angst, "entdeckt" zu werden, auf die nötigen Vorsorgeuntersuchungen für sich und das Baby verzichten", sagt Pletz . "In Wien funktioniert das besser, weil dort in allen Krankenhäusern, die Anonyme Geburt anbieten, auch eine anonyme  Vorsorgeuntersuchung angeboten wird."

Eine übergeordnete Beratungsstelle für Anonyme Geburt sowie fixe AnsprechpartnerInnen für Gesamtösterreich, gesicherte Zahlen und allgemeingültige Informationen dazu gibt es derzeit nicht. Auch im Internet findet sich derzeit keine offizielle Website, die umfassend über Anlaufstellen und Procedere sowie über alle Krankenhäuser in Österreich, die Anonyme Geburt und Babyklappen anbieten, informiert. "Die Zuständigkeiten und Kontaktmöglichkeiten sind in jedem Bundesland und von Krankenhaus zu Krankenhaus anders geregelt, die Abläufe sind Landessache", sagt Pletz. In Niederösterreich und Oberösterreich zum Beispiel gibt es eine leitende Sozialarbeiterin des Landes für Anonyme Geburt und Babyklappe, in Wien eine leitende Sozialarbeiterin des Jugendamtes im Bezirk. In der Steiermark ist die Kontaktstelle für Anonyme Geburt primäre Anlaufstelle für Beratung, in Kärnten ist es eine Hebamme am Landeskrankenhaus Klagenfurt.

Etwa die Hälfte der Frauen, die in der Steiermark anonym entbinden, melden sich vorher in der Grazer Kontaktstelle, teilweise auch per E-Mail, und möchten Informationen über den Ablauf der Anonymen Geburt, berichtet Christa Pletz . Bei den meisten ist die Schwangerschaft da bereits sehr weit fortgeschritten. "Mein Rat ist, vor der Entbindung mindestens einmal das Krankenhaus aufzusuchen, die Anonyme Geburt anzumelden, damit das Personal Bescheid weiß und die Betroffene im Vorfeld beraten und betreut werden kann. Viele Frauen kommen aber erst unter Wehen ins Spital."

Codename

Im Krankenhaus wird mit der Frau ein Codenameauslandsadoption.biz ausgemacht, mit dem sie angesprochen wird und unter dem ihre Krankenakte läuft. Es wird besprochen, ob sie das Neugeborene sehen, ihm einen Namen geben, es bei sich haben und ob sie die Daten des Babys wissen möchte. Die Kosten für den Spitalsaufenthalt von Mutter und Kind übernimmt entweder das Krankenhaus, das Land oder die Gemeinde. "Die Begleitung und Betreuung erfolgt wie bei jeder anderen Geburt auch", sagt Pletz . "Viele entbinden ambulant und gehen dann gleich heim, Kaiserschnittpatientinnen müssen länger bleiben, was den Vorteil hat, dass sie nachbetreut werden können."

Die angebotene Nachuntersuchung im Krankenhaus werde von den Wenigsten angenommen. Manche Mütter besuchtenauslandsadoption.biz ihr Baby aber nach der Geburt noch einmal im Krankenhaus, um sich von ihm zu verabschieden: "Das hilft vielen, ihre Entscheidung, das Baby herzugeben, zu festigen. Die meisten Frauen melden sich auch später nochmal bei der Hotline der Kontaktstelle, um Infos über das Baby einzuholen."

Die Notlage bleibt

Trotz aller positiver Aspekte sieht Anna-Lisa Putz, leitende Sozialarbeiterin für Anonyme Geburt und Babyklappe der MAG ELF in Wien, die Möglichkeit der Anonymen Geburt kritisch: "Wir sind nicht sehr glücklich mit dieser Lösung, weil sich dabei an der Notlage, in der die Mutter sich befindet, nichts ändert." Durch die Anonymität gebe es keine Möglichkeit, die Frauen bei ihren Problemen zu unterstützen. Viele hätten nach der Geburt zusätzlich ein Trauma, weil sie nicht wissen, wo ihr Kind ist und sich nicht trauen, mit jemandem über ihre Situation zu reden. "Auch deshalb appellieren wir an die Betroffenen, sich im Krankenhaus mit Codenamen für die Geburt anzumelden, dann ist zumindest ein begleitendes Gespräch mit der dortigen Sozialarbeiterin oder Hebamme möglich."

Ewiges Findelkind

Aber auch für die Kinder seiauslandsadoption.biz die Anonyme Geburt später eine Belastung, denn: "Sie bleiben immer Findelkinder und haben oft ein Problem mit ihrer Identität, wenn gar nichts über die Eltern bekannt ist." Putz plädiert deshalb für die "diskrete Adoption" als Alternative: Dabei bleibt die Mutter zwar nach außen anonym, aber für das Kind werden ihre Daten gesammelt und unter strengstem Datenschutz aufbewahrt, sodass es auf Wunsch einmal Kontakt aufnehmen kann. "Wenn wir wissen, wer die Mutter ist, sind wir sehr froh und die Frau kann außerdem persönlich unterstützt werden, ohne nach außen ihre Identität preisgeben zu müssen."

Um den Kindern von anonym Gebärenden nicht ganz die Wurzeln zu nehmen und ihnen später wenigstens einen Anhaltspunkt geben zu können, werden die Mütter generell noch im Spital gebeten, einen Brief an das Kind zu schreiben, der versiegelt bleibt, in Wien etwa beim Referat für Adoptiv- und Pflegekinder hinterlegt ist, und ihm nach dessen Volljährigkeit übergeben wird. "Die Wünsche der Mutter für das Kind festzuhalten, kann auch für die betroffene Frau etwas Heilendes haben", weiß Christa Pletz.

Umentschieden

Selten, aber doch kommt es auch vor, dass Mütter sich nach einer Anonymen Geburt doch entscheiden, das Kind zu behalten oder sich nachträglich als leibliche Mutter "outen" und das Kind selbst zur Adoption freigeben. "Die Frau hat Zeit, sich für das Kind zu entscheiden, bis der Adoptionsbeschluss rechtskräftig ist, was frühestens nach sechs Monaten der Fall ist, sie muss aber beweisen, dass sie die Mutter ist und das Jugendamt kontrolliert die Lebensumstände, bevor es ihr die Obsorge überträgt", sagt Anna-Lisa Putz.

Für die Adoptiveltern in spe, die das Kind bis zum Adoptionsbeschluss, also mindestens sechs Monate, in Pflege haben, kann diese Umentscheidung sehr schmerzlich sein, weiß Christa Pletz, aber: "Bei jeder Adoption gibt es diese Zeitspanne der Unsicherheit, in der die Mütter ihre Entscheidung rückgängig machen können - die Pflegeeltern wissen darüber in der Regel vorher Bescheid."

Familiengründung durch Adoption

auslandsadoption.bizVADUZ - Nicht immer funktioniert die Familiengründung wie geplant. Der Kinderwunsch vieler Paare bleibt oft unerfüllt. Der letzte Ausweg: Adoption. Dafür müssen aber einige Auflagen erfüllt werden.

Ich hatte Glück, dass ich zur Adoption freigegeben wurde und dadurch ein besseres Schicksal beziehungsweise Lebensstandard gehabt habe, erzählt Priya Ender auf Volksblatt-Anfrage. Die junge Österreicherin wurde in Indien geboren und über ein katholisches Heim an ihre jetzige Familie vermittelt.

In Liechtenstein werden im Durchschnitt ca. zwei Kinder pro Jahr adoptiert, davon alle aus dem Ausland. Die letzte Adoption eines liechtensteinischen Kindes erfolgte, gemäss Auskunft des Zivilstandsamtes, vor über zehn Jahren, da im Land sehr selten Kinder zur Adoption freigegeben werden.

Für viele Paare ist eine Adoption die letzte Möglichkeit,auslandsadoption.biz überhaupt jemals ein Kind zu bekommen. Doch das Verfahren ist langwierig und es müssen erst einige Voraussetzungen erfüllt werden. Das Amt für Soziale Dienste erstellt eine sogenannte "Home-Study" über das Paar. Dieser umfassende Abklärungsbericht wird von den Vermittlungsstellen und Behörden verlangt und ermöglicht es, ein Adoptionsverfahren zu starten erklärt Carmen Büchel vom Amt für Soziale Dienste.

Bestimmte Kriterien

Um in Liechtenstein ein Kind adoptieren zu können, muss das adoptierende Paar verheiratet sein. Der Vater muss über 30 und die Mutter über 28 Jahre alt sein. Zudem sollte der Altersunterschied zum Kind grösser als 18 Jahre sein. Auch Nachweise wie z.B. über den Gesundheitszustand, die finanzielle Situation oder die Wohnverhältnisse müssen erbracht werden. Die Motivation eines Paares, ein Kind zu adoptieren, wird ebenfalls bewertet. Erst wenn alle Punkte erfüllt bzw. abgeklärt sind, kann nach einem passenden Kind gesucht werden.

Die "Lilie" von Rio adoptierte 47 Kinder

auslandsadoption.bizIn Rio ist die 48-jährige Flordelis eine Berühmtheit: Sie adoptiert Kinder, um sie vor den Slums zu bewahren. Ein Film erzählt nun ihre Geschichte.

Rio de Janeiro. Die Straßen in den Slums der Millionenstadt Rio de Janeiro sind berüchtigt für ihre Gewalt und eigentlich kein Platz für Kinder. Trotzdem landen viele von ihnen genau dort, ob auf der Flucht vor häuslicher Gewalt oder weil sie ausgesetzt werden. Vor gut 20 Jahren adoptierte die Brasilianerin Flordelis Dos Santos eines dieser Kinder ohne Zukunft, weil sie das Elend nicht mit ansehen konnte. Inzwischen zählen 50 Kinder zur Familie der attraktiven 48-Jährigen und Flordelis ist eine Berühmtheit. Ein Film erzählt nun die Geschichte der Lilie von Rio.

Ich bin im Jacarezinho -Slum aufgewachsen und musste dort schreckliche Gewalt mit ansehen, erzählt Flordelis . Eines Tages konnte ich einen 13-Jährigen retten, den Drogendealer sonst umgebracht hätten. Das gab mir den Mut, weiterzumachen. Der Junge zog bei uns ein. Damals hatte Flordelis bereits drei eigene Kinder. Dann fand sie ein zwei Wochen altes Baby am Hauptbahnhof im Müll. Ich habe das kleine Mädchen mit nach Hause genommen.

Das jüngste Kind im Hause Dos Santos ist fünf Monate alt, dasauslandsadoption.biz älteste 35. Jedes bringt eine traurige Geschichte mit. Die 15-jährige Rayane bezeichnet Flordelis wie selbstverständlich als ihre Mutter: Meine Mutter hat mich aufgenommen, als ich 15 Tage alt war. Sie fand die Frau, die mich zur Welt gebracht hatte. Sie hatte mich in einen Mülleimer geworfen, aber ich bin ihr nicht böse. Heute bin ich ein glücklicher Teenager. Viele der Jugendlichen entkommen dank Flordelis einem Leben als Drogenhändler oder Prostituierte.

auslandsadoption.bizDie meisten Kinder auf den Straßen laufen vor häuslicher Gewalt weg, oft vor sexuellem Missbrauch, betont Flordelis . Wenn ein Kind auf der Straße lebt, wurde es zuhause misshandelt. Es darf dann auf keinen Fall zu seiner Familie zurückgeschickt werden. Die geltenden Gesetze bezeichnet sie als archaisch. Einmal nahm sie eigenen Angaben zufolge ein Neugeborenes mit zwei gebrochenen Beinchen auf. Als sie es dem Vater zwei Jahre später auf Anweisung der Behörden zurückgeben musste, warf dieser das Kind wenige Tage später aus einem Fenster, weil ihm sein Schreien auf die Nerven ging. Da habe ich mich schuldig gefühlt.

An einem Tag im Jahr 1994 nahm Flordelis mit ihrem Mann 37 Kinder auf, darunter 14 Babys. Einige der Kinder hatten selbst um Hilfe gebeten. Damals wollte das Gericht mir die Kinder wegnehmen und sie in Waisenhäuser geben, erzählt Flordelis . Also bin ich abgehauen. Als gegen sie ein Haftbefehl wegen Entführung erlassen wurde, schaltete die streitbare Frau die Medien ein. Die Kinder setzten sich öffentlich für sie ein und so erhielt die Familie Unterstützung von einem Anwalt und der Wohltätigkeitsorganisation Instituto Crianca . Als der Richter zu ihren Gunsten urteilte, war dies der Durchbruch für die Großfamilie. Nun zahlt das Instituto Crianca die Miete für ein Haus außerhalb der Slums.

Anfang Oktober kam der Film Flordelis in die brasilianischen Kinos. Die Filmmusik könnte vom elfjährigen Adoptivsohn Daniel kommen, der vom Pianisten einer nahegelegenen Kirche Klavierspielen lernte. Beethovens Ode an die Freude oder Love Story beherrscht er schon.

Gerüchte um Michelle und Barack Wollen die Obamas ein Baby adoptieren?

auslandsadoption.bizUS-Magazin Globe : Michelle hatte verzweifelt versucht, schwanger zu werden

Süßes Gerücht aus Washington! Angeblich solle es bald ein Baby im Weißen Haus geben, berichtet das US-Magazin Globe . Barack Obama (48) und seine Frau Michelle (45) wollen ein Kind adoptieren!

Vergeblich hätte die First Lady versucht, ein drittes Mal schwanger zu werden. Keine Chance! Jetzt hätten sich die Obamas (haben bereits die Töchter Malia (11) und Sasha (8)) zur Adoption entschlossen, erzählt ein Obama -Vertrauter in Globe . Sie würden landesweit nach einem geeigneten Kind suchen, am liebsten hätten sie einen Jungen!

Michelle war verzweifelt, als sie nicht schwanger wurde, soauslandsadoption.biz der Obama -Vertraute in Globe . Es ist kein großes Geheimnis, dass Michelle noch ein Baby haben möchte, heißt es weiter. Sie hat es versucht, und versucht schwanger zu werden, aber es hat nicht geklappt.

Die First Lady gebe dem Stress im Weißen Haus die Schuld, dass es nicht geklappt habe. Es sei die Idee von Präsident Obama gewesen, ein Kind zu adoptieren, schreibt das US-Blatt weiter. Die Quelle: Sie haben zwei Kriterien das Baby muss amerikanisch sein und aus unterprivilegierten Familienverhältnissen stammen. Sie hätten so viel Liebe zu geben. Sie nehmen ihre Rolle als Eltern sehr ernst.

Angelina Jolie adoptiert Kind aus Syrien

Wer kennt sie nicht, die hübsche und erfolgreiche Lebensgefährtin von Brad Pitt, Angelina Jolie . Sie engagiert sich neben ihrer beruflichen Karriere auch sehr für soziale Angelegenheiten und bemüht sich um die Kinder, denen es nicht gut geht.

Um auf die benachteiligten Kinder aufmerksam zu machen unternimmt si e allein oder mit ihrem Lebensgefährten Charity -Touren, die sie durch die ganze Welt führen. Einer ihrer letzten Trips brachte sie nach Syrien ,  in ein irakisches Flüchtlingslager.

Obwohl viel Iraker bereits wieder in ihre Heimat zurück gekehrt sind, gibt es immer noch eine hohe Anzahl von Flüchtlingen in Syrien, die zum großen Teil unter der Armutsgrenze leben. Viele Frauen gehen in Damaskus anschaffen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Kinder versorgen zu können.

auslandsadoption.biz

Bei ihrem Besuch in Syrien scheint sich Angelina Jolie in ein irakisches Waisenkind verguckt zu haben, denn sie stellte nun einen Adoptionsantrag und wartet auf die Entscheidung der Behörden. Sehr zum Verdruss von Brad Pitt will die Schauspielerin ihre Familie erneut vergrößern, um so auch wenigstens einem Kind helfen zu können.

Das Engagement von Angelina Jolie ist sehr lobenswert, auch wenn mit der Adoption nur einem Waisenkind geholfen wird. Man kann nur hoffen, dass sie auch Wege findet, den anderen Kindern zu helfen. Doch nicht nur die irakischen Flüchtlingskinder brauchen Hilfe, auch viele syrische Kinder leben mit ihren Familien in großer Armut.

Trotz bestehender Schulpflicht sieht man aber immer wieder Kinder in den verstopften Straßen von Auto zu Auto laufen, um Kaugummis oder andere Sachen zu verkaufen und somit zum Lebensunterhalt beizutragen.

Auch die Situation behinderter Kinder in Syrien ist noch sehr schlecht. Zwar ist mittlerweile eine Aufklärungskampagne zum Leben erweckt worden, vor allem durch das Engagement der First Lady, aber es wird wohl noch viel Zeit verstreichen bis die Situation der behinderten Kinder und der Bevölkerung im Allgemeinen sich verbessern wird.

In diesem Zusammenhang sind Aktionen wie die Charity -Touren von Angelina Jolie aber auch die Bemühungen der Jürgen-Wahn-Stiftung auf alle Fälle zu loben und vor allem zu unterstützen. Gerade die Jürgen-Wahn-Stiftung versucht durch Hilfe zur Selbsthilfe Wege zu schaffen, um den Syrern eine Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln und neue Programme für behinderte und benachteiligte Kinder zu erproben.

Grenzenloser Kinderwunsch

Eigentlich läuft eine Adoption in Deutschland über die Landesjugendämter. Doch eine Rechtslücke ermöglicht es Eltern, am Jugendamt vorbei aus dem Ausland zu adoptieren.

auslandsadoption.bizZusammengewürfellte Familie: Xenia, 10, und Jakob, 7, mit ihren Adoptivgeschwistern Emma, 4, und Till, 3 (von oben). Nur die zwölfjährige Pauline ist nicht zu sehen.

Heimweh, das ist für Emma nur ein trauriges Gefühl der Sehnsucht, für das sie in ihrem vierjährigen Leben noch keinen Namen hat. "Was ist das, Heimweh?", unterbricht sie deshalb ihren Vater, der erzählt, dieses habe die Familie kürzlich von Ulm nach Bonn zurückgetrieben. "Heimweh, das ist, wenn man zurück nach Hause will, zu Mama und Papa", erklärt Peter Stratmann ihr daraufhin.

Wenn Emma ein wenig älter wäre, würde sie bei dem Satz wohl zusammenzucken, so doppeldeutig ist er. Emma ist adoptiert. "Zurück nach Hause" kann für sie das Haus in Bonn mit den vier Geschwistern und dem schönen Garten sein. Aber es könnte auch irgendeinen Ort in Philadelphia meinen, an dem das schwarze Kind geboren wurde.

Und bei "Mama und Papa" denkt Emma an Inga Sonnenschein und Peter Stratmann, beide 45 Jahre alt, die sie seit ihrem elften Lebenstag als Eltern kennt. Mama und Papa könnten aber auch zwei Fremde in den USA sein, von denen sie nur weiß, was kein Kind von den Eltern wissen will: dass sie es nicht behalten wollten oder konnten.

"Der Vater ist unbekannt, von der Mutter wissen wir nur, dass sie mit 22 Jahren vier Kinder von vier Männern hatte und dass sie sehr arm und ohne festen Wohnsitz war", erzählt Inga Sonnenschein aus dem Leben, in das Emma hineingeboren wurde.

Von den Zitronenmuffins auf dem Tisch und den Malstiften, von ihrem Plüschhund und vom Kuscheln auf dem Schoß der Mutter hätte Emma in den USA vielleicht nur träumen können.

Trotzdem sind Eltern wie Inga Sonnenschein und Peter Stratmann vielen Adoptionsexperten ein Ärgernis. Denn statt Emma, wie gesetzlich vorgesehen, über ein deutsches Landesjugendamt oder eine hier anerkannte Vermittlungsstelle zu adoptieren, haben sie sich auf eigene Faust in den USA auf die Suche gemacht.

Dort hat sich das Paar an eineauslandsadoption.biz Adoptionsagentur gewandt, binnen weniger Monate ein Baby vermittelt bekommen und sich in den USA als Eltern eintragen lassen - gleich zwei Mal: Erst bei Emma, ein Jahr später holten sie den heute dreijährigen Till. Sie nennen das so: "holen". Die beiden ausländischen Adoptionsbeschlüsse haben auch in Deutschland Wirkung.

"Eine problematische Rechtslücke", kritisiert Jörg Reinhardt von der Zentralen Adoptionsstelle im Bayerischen Landesjugendamt. Denn wie die Adoption im Ausland abläuft, wo das Kind herkommt und was danach mit ihm geschieht, könne niemand prüfen. Der Vorgang gehe komplett an den Jugendämtern vorbei. "Da werden dem Kinderhandel Tür und Tor geöffnet", sagt der Familienrechtler. Außerdem bliebe die Vorbereitung und Überprüfung der Eltern völlig auf der Strecke.

Zwei Jahre Wartezeit sind normal

Seit in Deutschland kaum noch ungewollte Babys geboren werden, adoptieren immer mehr Eltern aus dem Ausland. Um jedes deutsche Kind, das zur Adoption steht, bewerben sich zehn Paare - bei ausländischen existiert eine solche Konkurrenz nicht. Doch auch für diese müssen sich Bewerber inzwischen auf etwa zwei Jahre Wartezeit einstellen. Folgen sie dem vorgeschriebenen Weg, haben sie erst ein halbes Jahr lang mit dem Stadt- oder Kreisjugendamt zu tun.

auslandsadoption.bizSofern sie dafür geeignet gehalten werden, können sie danach bei einem Landesjugendamt oder einer staatlich autorisierten Agentur vorstellig werden, die die Adoption vermitteln. So will es die Haager Konvention, ein internationales Abkommen zur Sicherung des Kindeswohls bei Adoptionen, die Deutschland 2002 ratifiziert hat.

Vielen Eltern aber dauert dieses Procedere zu lange. Wie Inga Sonnenschein und Peter Stratmann haben sie längst gemerkt, dass Adoptionen sich in Deutschland auch leicht am Amt vorbei organisieren lassen. "Platt ausgedrückt funktioniert das so: Sie gehen ins arme Ausland, holen sich ein Kind und stellen den deutschen Standesbeamten vor vollendete Tatsachen", sagt Maria Holz von der Kinderschutzorganisation Terre des Hommes.

Gängig sei auch, dass ein Mann im Ausland die Vaterschaft für ein Kind anerkenne, es nach Deutschland bringe und dort von seiner Frau adoptieren ließe. Im Jahr 2006 wurden 49 Prozent der Auslandsadoptionen privat abgewickelt. Gesetzlich ist das zwar nicht vorgesehen, aber auch nicht explizit verboten - und damit erlaubt, so die zuständigen Ministerien.

"Der Großteil will mit der Adoption Gutes, darum wollen wir die Rechtslage nicht ändern", heißt es im Bundesfamilienministerium. Isabel Jahn aus dem Bundesjustizministerium fügt hinzu: "Jeder ausländische Adoptionsbeschluss muss in Deutschland vom Vormundschaftsgericht bestätigt werden. Dieser strenge Filter schließt Missbrauch aus."

Diese These erstaunt Jörg Reinhardt, den Expertenauslandsadoption.biz aus dem Bayerischen Landesjugendamt. Denn wie er aus dem Aufsatz eines Referenten im Bundesamt für Justiz zitiert, werden gerade mal vier Prozent der Anerkennungsanträge abgelehnt. "Soviel zum strengen Filter", sagt er. Was ihn noch mehr ärgert: "Das Einholen des Richterspruchs ist fakultativ, in der Praxis reicht der standesamtliche Eintrag ins Familienbuch." So sind auch Emma und Tills Eltern vorgegangen.

Diese laxe Handhabe passt zur Philosophie des Justizministeriums, wonach ausländischen Adoptionsbeschlüssen ohnehin nicht allzu misstrauisch begegnet werden sollte - schließlich käme ja kein Kind nach Deutschland, ohne dass die Adoption im Herkunftsland für rechtens erklärt würde. "Dies wollen wir nicht pauschal für ungültig erklären. Im Ausland wird auch gut gearbeitet", meint Isabel Jahn.

Sie denkt dabei wohl an Adoptionen wie die der Bonner Eltern, die ihren Kindern eine gute Zukunft bieten, die in einem geordneten Rechtsstaat über eine anerkannte Stelle adoptiert haben. Sicherlich denkt Jahn aber nicht an Fälle wie den des siebenjährigen Brasilianers, den ein Paar aus dem bayerischen Fürstenfeldbruck nach der abschlägigen Beurteilung seiner Adoptionsfähigkeit im Alleingang nach Deutschland holte - kurz bevor es sich trennte und den Jungen ins Heim gab.

Auch nicht an Vereine wie die französische "Arche de Zoé", die vermeintliche Waisen aus dem Sudan nach Europa bringen wollte - und kurz vor Abflug herauskam, dass deren Eltern noch lebten.

Erst recht denkt man im Ministerium wohl nicht daran, was Psychologen wie die Wiesbadenerin Irmela Wiemann betonen: "Adoptivkinder haben durch die frühe Trennung von der Mutter mit vielen Belastungen zu kämpfen und sind seelisch tief verletzt", beobachtet die Spezialistin für Pflege- und Adoptivkinder immer wieder. Hinzu käme die bohrende Identitätsfrage: Warum wurde ich weggegeben?

Zeitnot bei den Jugendämtern

"Aber eine Identitätskrise macht jeder mal durch", meint Peter Stratmann, der Vater von Emma und Till. Draußen ist es jetzt dunkel, ein Kind nach dem anderen kommt nach Hause, erzählt vom Sport, vom Flötenunterricht, von Freunden. Till hat heute Fahrradfahren gelernt und tanzt um den Tisch, den Helm noch auf dem Kopf, er sieht aus wie ein sehr glückliches Kind.

Dennoch räumen selbst seine Eltern ein: "Natürlich wäre eine Überprüfung der Adoptierenden gut." Kürzlich etwa habe sie ein Paar besucht, das sehen wollte, so hatte es angekündigt, ob es "überhaupt Gefühle zu schwarzen Kindern" aufbauen könnte. "Da erschrickt man schon", sagt Stratmann. Allein: Seiner Meinung nach kommen einige Jugendämter bei Adoptionen ihrem Auftrag nicht nach - "aus Zeitnot, Inkompetenz oder Unwillen". Als Bewerber würde man wie "ein potentieller Kinderhändler" begrüßt. Das Abwenden läge da nahe.

auslandsadoption.biz

"Es fällt uns in der Tat schwer, etwas gegen Privatadoptionen zu unternehmen, solange die Jugendämter personell und finanziell nicht besser ausgestattet sind", sagt Miriam Gruß (FDP), Vorsitzende der Kinderkommission im Bundestag. Sie sieht die "rechtliche Grauzone" der unbegleiteten Adoptionen mit Sorge: "Das Kindeswohl steht dabei nicht immer an erster Stelle."

Die skandinavischen Länder, Italien und Kanada haben Privatadoptionen darum bereits verboten. Zwar können sie gut ausgehen, wie bei Emma und Till. Genauso kann es aber misslingen, wenn sich Paare in Eigenregie Nachwuchs besorgen. Für die Eltern ist das schlimm. Für das Kind aber ist es eine Katastrophe.

Haiti: Hilfe durch schnelle Adoption?

auslandsadoption.bizBilder von überfüllten Waisenhäusern, Berichte von chaotischen Zuständen und traumatisierten Kindern - wer denkt bei der Erdbeben-Katastrophe in Haiti nicht: Wie können wir sofort helfen? Durch eine schnelle Adoption? Kinderhilfsorganisationen, aber auch deutsche Adoptionsstellen halten davon gar nichts.

Die Berichte aus Haiti wühlen auf und haben unzählige Menschen dazu bewogen, Geld für die Opfer zu spenden. Was aber, wenn man das Gefühl hat, diese Hilfe reicht nicht aus? Viele Paare überlegen sich spontan: Wir wollen ein Kind aufnehmen und es so aus der unsicheren Region herausholen. Ein verständlicher Gedanke - aber mit einer übereilten Adoption ist den Waisen aus Haiti nicht geholfen.

Familiäre Verhältnisse kaum zu klären

Die Bundeszentralstelle für auslandsadoption.bizAuslandsadoption erreichen derzeit unzählige Anfragen von Menschen, die ein Kind adoptieren oder zur Pflege aufnehmen wollen. Aber sie stellt klar, "dass die Adoption von Kindern aus der momentanen Situation heraus keine geeignete Maßnahme zur humanitären Soforthilfe darstellt". Denn noch können die Familienverhältnisse der Kinder nicht vollkommen geklärt werden: Gibt es noch Verwandte? Sind wirklich beide Elternteile gestorben? Andererseits kommen auch für die Adoption eines Kindes aus Haiti nur Paare infrage, die die allgemeinen Bedingungen für das aufwändige Verfahren erfüllen. Denn die Aufnahme eines Kindes aus einem fremden Land bedeutet immer Stress: für die Eltern, aber vor allem für die Kinder. Das ist schon bei "normalen" Auslandsadoptionen so. Erleben die Kinder dann auch noch ein traumatisches Erlebnis wie ein Erdbeben, erhöht das die seelische Belastung natürlich deutlich. Mehr zum Thema Auslandsadoptionen lesen Sie hier:Ein Kind aus einem armen Land retten?

Warnung vor Kinderhandel

Aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft sollte man keinesfalls Kinder auf "unbürokratischem Wege" adoptieren. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF und die Kindhilfsorganisation terre des hommes warnen vor illegalen Adoptionen und Kinderhandel. "Gerade in unübersichtlichen Situationen nach Naturkatastrophen mit vielen Opfern nutzen Kinderhändler die Notlage aus", erklärte Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes .

Hilfe vor Ort unterstützen

Der Schutz für die Kinder vor Ort ist daher umso wichtiger. UNICEF hat in einem ersten Schritt zusammen mit Partnern Schutzzentren für zunächst 900 Kinder eingerichtet, die keinen Kontakt zu Verwandten haben. Weitere Zonen für Kleinkinder bis fünf Jahre sollen folgen. "Tausende Kinder im Erdbebengebiet schlagen sich allein durch. Sie sind von Mangelernährung, Krankheiten und Ausbeutung bedroht", sagte Rudi Tarneden , Sprecher von UNICEF Deutschland. "Wir müssen diese Kinder finden, versorgen, schützen und wieder mit ihren Angehörigen zusammen bringen."

Patenschaften als Alternative

Wer den Kindern von Haiti helfen will, der kann mit Spenden gezielt jene Organisationen unterstützen, die sich verstärkt um die Kleinsten kümmern. Langfristige Hilfe bietet eine Patenschaft - zum Beispiel die "Wiederaufbau-Patenschaft" der Hilfsorganisation Plan Deutschland. auslandsadoption.bizSie sichert zunächst einmal die humanitäre Hilfe. "Sobald die Kommunikation auf der Insel wieder reibungslos funktioniert, senden wir den Paten Unterlagen für die Kinder-Patenschaften zu und wandeln die Wiederaufbau-Patenschaften um. Die Spender werden so zu Paten der ersten Stunden nach dem Erdbeben und engagieren sich für eine nachhaltige Entwicklung des Karibikstaates", erklärte Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan Deutschland das Projekt.

Zahlen zur Situation der Kind in Haiti

  • Bereits vor der Erdbeben-Katastrophe waren in Haiti 50.000 Kinder in so genannten Kinderkrippen und Heimen untergebracht. Laut UNICEF handelt es sich dabei meist um privat betriebene kleine Einrichtungen. Wer hier untergebracht ist, muss nicht unbedingt Waise sein: Viele dieser Kinder werden von ihren Müttern nur zeitweise abgegeben, damit sie etwas zu Essen haben und ein Dach über dem Kopf.
  • Laut Angaben der Hilfsorganisation Plan Deutschland sind in Haiti derzeit 500.000 Kinder unter fünf Jahren hilfsbedürftig. 1,5 Millionen der vom Erdbeben Betroffenen sind minderjährig.
  • Die Zahl der adoptieren Kinder aus Haiti stieg schon vor dem Erdbeben laut UNICEF: 2006 wurden 1.404 Kinder aus Haiti zur Adoption ins Ausland gebracht, 2004 waren es noch 720
  • Haiti hat laut Angaben der Hilfsorganisation Plan Deutschland eine hohe Kindersterblichkeitsrate: Von 1.000 Neugeborenen sterben 76, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen.

SPD auf Stimmenfang - Homosexuelle Kinderadoption

auslandsadoption.bizIn tiefer Trauer um das innenpolitische Deutschland und in Vernehmung eines ausgedehnten Sommerloches musste man heute erneut die geistigen Ausrutscher von Frau Zypries hinnehmen. In Annahme des totalen Wahluntergangs bettelt die SPD an allen Fronten um Wählerstimmen, selbst an den aussichtslosen Fronten. Selbst vor ethischen Wahlversprechen macht die Partei nicht halt, bei dem verzweifelten Versuch die 5% Hürde zu schaffen.

Homosexuelle Paare sind das eine, homosexuelle Eltern das andere. Homosexuelle sind in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert, es sind Sonderlinge und Außenseiter. Auch auf die Gefahr hin als intolerant zu gelten (was ich nicht bin), aber gleichgeschlechtliche Fortpflanzung ist von der Natur nicht vorgesehen, das wird auch einen Grund haben. Nun die homosexuelle Partnerschaft für den Wahlkampf zu Instrumentalisieren und Menschen falsche Hoffnungen zu machen, halte ich für Sittlich und Moralisch verwerflich. Wer aus Reihen der SPD glaubt denn allen Ernstes daran nach einem unwahrscheinlichen Wahlsieg ein derartiges Gesetz auf den Weg zu bringen? Und welcher homosexuelle glaubt denn an einen derartigen Gesetzesentwurf? Hat schon jemand bei den Kirchenvertretern geklingelt? Fragt doch mal in Bayern nach ob es für einen derartigen Gesetzesentwurf Zustimmungen geben würde, mit Sicherheit nicht.

Adoption international: Wie läuft eine Auslandsadoption ab?

Eine Auslandsadoption führt oft schneller zumauslandsadoption.biz Wunschkind. 

Wenn Sie eine internationale Adoption in Betracht ziehen, müssen Sie sich an die zuständige Adoptionsstelle beim Landesjugendamt oder an eine zugelassene Adoptionsvermittlungsstelle wenden. Adressen der Adoptionsvermittlungsstellen erhalten Sie bei den jeweiligen Landesjugendämtern. Verläuft das Beratungsgespräch positiv, müssen Sie sich wie bei nationalen Adoptionen einer Eignungsprüfung unterziehen. Haben Sie das Verfahren abgeschlossen, müssen die Adoptionsunterlagen übersetzt und den ausländischen Vermittlungsstellen übergeben werden. Es gelten nun die zu erfüllenden Voraussetzungen und Rechte des jeweiligen Landes, die sich oft vom deutschen Recht unterscheiden. Manche Staaten erlauben gar keine Adoption durch Ausländer. Genaue Informationen über die Rechtsordnung der verschiedenen Staaten bezüglich einer internationalen Adoption erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.

Haben Sie einen Vermittlungsvorschlag aus dem Ausland erhalten und möchten diesen annehmen, so müssen Sie zum Gerichtsverfahren im Ausland erscheinen. In manchen Ländern dürfen Kinder erst dann adoptiert werden, wenn ein Elternteil mehrere Wochen im Herkunftsland des Kindes geblieben ist.

Kosten einer Auslandsadoption

auslandsadoption.bizDas Haager Adoptionsübereinkommen erlaubt es, Kosten, Auslagen und Honorare bei einer internationalen Adoption zu erheben. Unverhältnismäßige Vergütungen sind allerdings verboten. Für Prüfung und Weiterleitung von Unterlagen an die Behörden im Heimatland des Kindes und das Ausstellen von Bestätigungen dürfen in Deutschland maximal 250 Euro plus Auslagen durch die Bundeszentralstelle für Adoption erhoben werden. Wie hoch die Kosten für eine Auslandsadoption insgesamt sind, kommt auf den Einzelfall an. Zwischen 8.000 und 15.000 Euro sind aber durchaus üblich für Dokumente, den Anwalt, die Flüge, den Aufenthalt im Heimatland des Kindes sowie das Gericht vor Ort. Die Vermittlungsagenturen können Ihnen hierzu genaue Auskünfte geben.

Das Haager Adoptionsübereinkommen soll Kinderhandel unterbinden. 

Das Haager Adoptionsübereinkommen

Das Haager Adoptionsübereinkommen ist ein Gesetz, das Rechtsfragen bei internationalen Adoptionen regelt und der Weiterentwicklung des Adoptionsvermittlungsrechtes zustimmt. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit dem 1. März 2002 Vertragsstaat. Ziele des Übereinkommens sind die Sicherstellung des Wohles des Kindes und die Wahrung der Grundrechte, um Kinderhandel zu verhindern, sowie die Beachtung fachlicher Standards und die Zusammenarbeit der Vertragsstaaten über zentrale Behörden und ein standardisiertes Verfahren. Außerdem werden Adoptionsentscheidungen gegenseitig anerkannt. Vor einer etwaigen Adoption ist jeder Vertragsstaat dazu angehalten zu versuchen, dass das Kind in seiner leiblichen Familie bleiben kann. Eine internationale Adoption darf erst im letzten Schritt in Betracht gezogen werden.

Adoption: Vermittlungsstellen, Ablauf und Erfolgsaussichten

auslandsadoption.bizBis zur Adoption eines Kindes ist es ein weiter Weg. 

Vermittlungsstellen

Wenn Sie ein Kind adoptieren möchten, müssen Sie sich an die örtlich zuständige zentrale Adoptionsstelle beim Landesjugendamt, an eine zugelassene Adoptionsvermittlungsstelle des örtlichen Jugendamtes oder an eine Adoptionsvermittlungsstelle in freier Trägerschaft, die auf internationale Arbeit spezialisiert ist, wenden. Für Adoptionen im Ausland ist die Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen Hauptansprechpartner.

Ablauf einer Adoption

Ein Adoptionsverfahren kann sich oft längere Zeit hinziehen, denn allein die Eignungsprüfung dauert zwischen einigen Wochen oder Monaten. In der Regelauslandsadoption.biz werden während der Feststellung einer Eignung mehrere persönliche Gesprächegeführt. Nach der Prüfung aller Voraussetzungen füreine Adoption folgt die Wartezeit. Diese ist von Bewerber zu Bewerber unterschiedlich. Manche warten nur ein oder zwei Jahre, einige sieben Jahre, und andere bekommen nie einen Vermittlungsvorschlag. Wird Ihnen ein Kind vorgeschlagen, können Sie entscheiden, ob Sie das Kind annehmen wollen. Die Erklärung müssen Sie bei dem für Sie zuständigen Jugendamt abgeben. Sie wird dann beurkundet und Sie werden noch einmal über Ihre Rechte und Pflichten und die Rechte und Pflichten des Kindes belehrt. Nach der Vermittlung erfolgt eine bis zu zwei Jahre andauernde Kontrollphase, bis es zur endgültigen Adoption kommt. Einer Adoption geht eine Pflegezeit von mindestens einem Jahr voraus.

Kommt es zu einem Adoptionsabschluss, so berechnet das zuständige Jugendamt Gebühren in Höhe von etwa 100 Euro.

Ehepaare haben die besten Chancen, ein Kind zu adoptieren. 

Erfolgsaussichten für eine Adoption

In Deutschland ist das Verhältnis von zur Adoption freigegebenen Kindern zu Adoptionswilligen etwa eins zu zehn. Bevorzugt bei der Auswahl werden Ehepaare, da die rechtliche und finanzielle Absicherung der Familie in dieser Konstellation in der Regel besser ist als bei Einzelpersonen. Ein Höchstalter für Adoptionswillige ist im Gesetz zwar nicht vorgeschrieben, aber üblicherweise werden Säuglinge und Kleinkinder nur an Ehepaare unter 35 Jahren vermittelt.

Wenn Sie beim zuständigen deutschen Jugendamt das Eignungsverfahren abgeschlossen haben, können Sie sich auch an einen Verein wenden, der bei Auslandsadoptionen behilflich ist. Je nach Land müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Die Wartezeit für ein ausländisches Kind ist meist wesentlich kürzer.

Zypries will volles Adoptionsrecht für Regenbogenfamilien

auslandsadoption.bizJustizministerin Zypries hat das volle Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verlangt. Sie stützt sich dabei auf eine neue Studie, wonach Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen wie in traditionellen Familien. Widerstand kommt von der Union.

Berlin - Mindestens 6600 Kinder wachsen in Deutschland mit zwei lesbischen Müttern oder schwulen Vätern auf - und es werden mehr. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will dieser gesellschaftlichen Entwicklung jetzt auch eine entsprechende rechtliche Grundlage geben. Sie hat sich für eine Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften bei der Adoption von Kindern ausgesprochen. Schwule und lesbische Paare seien genauso wie Ehepaare als Adoptiveltern geeignet, erklärte sie anlässlich der Vorstellung einer Studie zu Kindern in homosexuellen Lebensgemeinschaften. Der Lesben- und Schwulenverband sowie Grüne und FDP begrüßten den Vorstoß.

auslandsadoption.biz

Die Sozialdemokratin Zypries verwies darauf, dass nach deutschem Recht eine gemeinsame Adoption derzeit nicht möglich sei. Stattdessen könne nur einer der Partner ein Kind adoptieren, der andere erhalte lediglich ein "kleines Sorgerecht". Nach den Ergebnissen der Untersuchung bestehe für den Gesetzgeber kein Grund, die gemeinsame Adoption für Lebenspartner nicht zuzulassen. Voraussetzung sei, dass Deutschland das geänderte europäische Adoptionsübereinkommen unterzeichnet und in Kraft setzt.

"Das Kindeswohl ist in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Familienformen", sagte Zypries zu den Ergebnissen der Studie. "Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv." Sie entwickelten sich genauso gut wie Kinder aus heterosexuellen Beziehungen.

Die Studie belegt den Angaben zufolge, dass die Mehrheit der Kinder wegen der sexuellen Orientierung im Elternhaus nicht diskriminiert wird. Wo dies dennoch geschieht, handele es sichauslandsadoption.biz überwiegend um Hänseleien und Beschimpfungen. In Deutschland wachsen rund 2200 Kinder in einer eingetragenen homosexuellen Lebenspartnerschaft auf. Die Situation von 693 dieser Kinder wurde durch Befragung der Eltern analysiert, 95 Kinder wurden zusätzlich persönlich befragt.

"Die Ergebnisse widerlegen alle Argumente rückwärtsgewandter Kreise gegen ein gemeinsames Adoptionsrecht", erklärte der Lesben- und Schwulen-Verband (LSVD). "Es gibt kein Argument gegen eine rechtliche Gleichstellung von Ehepaaren mit Kindern und eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Kindern", erklärte der Verband. Der Gesetzgeber müsse schnell handeln, damit eingetragene Lebenspartnerschaften mit Kindern rechtlich gleichgestellt werden.

"Der Gesetzgeber muss endlich der familiären Lebenswirklichkeit Rechnung tragen und den in Regenbogenfamilien aufwachsenden Kindern gleiche rechtliche Absicherung geben", erklärten die Grünen-Abgeordneten Volker Beck und Irmingard Schewe-Gerigk . "Im Mittelpunkt jeder Adoption steht das Kindeswohl und nicht die sexuelle Identität der Eltern", erklärte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Elke Ferner.

Die FDP verwies darauf, dass sie bereits 2004 einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht habe, der von Rot-Grün abgelehnt worden sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren immer eine parlamentarische Mehrheit für ein gemeinsames Adoptionsrecht gegeben habe, habe Zypries dazu keine Initiativen vorgelegt, erklärte FDP-Fraktionsvize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Widerstand gegen den Vorstoß von Zypries kam von CSU und CDU. "Ich glaube, dass es bei aller Toleranz für gleichgeschlechtliche Beziehungen für Kinder besser ist, wenn sie bei Mann und Frau aufwachsen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Hartmut Koschyk , dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er warf Zypries ein "billiges Wahlkampfmanöver und das Buhlen um Stimmen gleichgeschlechtlicher Paare" vor. Der stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) sagte der gleichen Zeitung: "Kinder sind am besten aufgehoben bei Mann und Frau. Eine völlige Gleichstellung möchten wir nicht."

Der lange Weg zum Elternglück

Viele Paare wollen sich ihren Kinderwunsch mit einerauslandsadoption.biz Adoption erfüllen. Doch die Wartelisten sind lang. Die Zahl der Säuglinge, die in Hamburg vermittelt werden, erreichte 2008 mit zehn Kindern einen Tiefstand

Sie hatten beide eine anspruchsvolle Ausbildung absolviert und waren erfolgreich ins Berufsleben gestartet - doch mit Anfang 30 stellten Anja und Torsten Klein* fest, dass ihnen etwas fehlte - ein Kind, das sie zu einer Familie macht. Im Scherz stritten sie schon über den Namen, Bruno für einen Jungen, Brunhilde für ein Mädchen. Doch jeder Monat, in dem Anja versuchte, schwanger zu werden, begann mit der Hoffnung und endete in einer Enttäuschung.

Nach einem Jahr wandten sie sich an eine Kinderwunschpraxis. Jetzt war ihr Alltag geprägt von Arztterminen, Hormonspritzen, dem Warten auf den Eisprung und von Klinikaufenthalten. Das Kind, das nicht da war, nahm immer mehr Raum ein. Die Therapie war teuer, blieb aber ohne gewünschten Erfolg. Anja wurde nicht schwanger. Schließlich verabschiedeten sie sich von dem Gedanken an ein eigenes Kind.

Dann aber wandten sie sich doch an die Adoptionsvermittlungsstelle der Stadt Hamburg und ließen sich auf die langwierige Prozedur ein, angefangen mit Paar- und Einzelgesprächen, über Fragebögen, Selbstauskünfte, Führungszeugnisse und Krankenakten bis zu Hausbesuchen und der Begutachtungen sämtlicher Lebensumstände. Endlich stand fest: Sie kamen als Adoptiveltern infrage und wurden in die Warteliste aufgenommen. Doch wieder verstrichen die Monate, ohne dass der entscheidende Anruf kam. Kein Kind schien auf ihr Profil zu passen. Langsam gaben die Kleins die Hoffnung auf. Um Abstand zu gewinnen, buchten sie einen Skiurlaub. Zehn Tage im Schnee, weg von allem.

Sie waren gerade wieder zu Hause angekommen, die Koffer standen noch unausgepackt im Flur, da klingelte das Telefon. Die Adoptionsvermittlungsstelle bat um ein Gespräch. In einer Hamburger Geburtsklinik warte ein kleiner Junge, der vor drei Tagen geboren sei. Ob sie noch immer Interesse hätten? Die Kleins ließen alles stehen und liegen und fuhren ins Krankenhaus. Als sie das Neugeborene mit dem dunklen, seidigen Haar in seinem Plastikbett liegen sahen, fühlten sie sich am Ziel ihrer Träume. Der Junge hieß nicht Bruno, sondern Nick. In aller Eile beschafften sich die Kleins Kinderbettchen, Windeln und Babyausstattung. Eine Woche nach seiner Geburt nahmen sie Nick mit nach Hause.

Viele Paare haben nicht so viel Glück wie die Kleins. Denn in Hamburg wird es immer schwieriger, ein Kind zu adoptieren. Mittlerweile kommt auf sechs adoptionswillige Paare gerade ein Kind. Mitte dieses Jahrzehnts war das Verhältnis noch drei zu eins, wie die Senatsantwort auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Thomas Böwer vor kurzem ergab. Das bedeutet: Bei fünf von sechs Paaren, die sich um eine Adoption bemühen, bleibt die Wiege leer.

auslandsadoption.biz

Grund dafür ist vor allem die seit Jahren sinkende Zahl der zur Adoption freigegebenen Kinder. 2008 wurden in Hamburg gerade zehn Babys in die Adoptionspflege vermittelt - der tiefste Stand in diesem Jahrzehnt. In den meisten Jahren waren es deutlich mehr als 20, die meisten im Säuglingsalter. 1993 lag die Zahl der Adoptionen deutschlandweit bei 8687, seither hat sie sich halbiert.

Die Ursachen sind vielfältig: Zum einen gilt es längst nicht mehr als Makel, ein Kind unehelich auf die Welt zu bringen oder allein zu erziehen. Zum anderen wurden die Hilfsangebote für Familien kräftig ausgebaut. Die sinkende Geburtenrate tut ein Übriges. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Paare, die ein Kind annehmen möchten.

Die Adoptionsvermittlungsstelle der Hansestadt sitzt in einem nüchternen Flachdach-Rotklinker am Südring. Hier wird darüber entschieden, wer ein Kind aufnehmen darf. Sieben Sozialpädagoginnen prüfen die Bewerber. Ein Elternteil muss mindestens 25 Jahre alt sein, der Altersunterschied zum Kind sollte nicht mehr als 40 Jahre betragen. Die Bewerber werden zunehmend älter, die meisten sind mittlerweile zwischen 35 und 40 Jahre alt. Wer durch ein Kind in die Sozialhilfe rutschen würde oder wegen Gewalt- oder Sexualdelikten vorbestraft ist, hat von vornherein keine Chance. "Wir sind als Teil der Jugendhilfe dem Wohl des Kindes verpflichtet", sagt Gabriele Flechner , Leiterin der Vermittlungsstelle. "Wir suchen für die Kinder, die uns gemeldet werden, die passenden Eltern - und nicht umgekehrt."

auslandsadoption.bizDie leiblichen Mütter wenden sich oft schon in der Schwangerschaft an die Behörde. Es sind ganz junge Frauen oder Alleinstehende, die sich nicht zutrauen, ohne Hilfe ein Kind großzuziehen, aber auch verheiratete Mütter, die sich kein zweites oder drittes Kind leisten können. Daneben geben viele Frauen aus problematischen Milieus ihre Kinder ab - Drogensüchtige, Alkoholabhängige oder Prostituierte.

Den kinderlosen Paaren, die trotz der langwierigen Prüfungsprozedur eine Adoption wollen, sagen die Vermittler klipp und klar, dass die Erfolgsaussichten gering sind. Als die Stelle 2008 gerade zehn Babys vermittelte, standen am Ende des Jahres noch 134 Elternpaare auf der Warteliste, die vergeblich gehofft hatten.

Wird beim Jugendamt ein Kind gemeldet, setzen sich die Vermittlerinnen in aller Schnelle zusammen und gehen die Warteliste durch, gleichen ab, welches Elternpaar passen könnte. Viele scheiden aufgrund eines falschen Profils aus. Am Ende bleiben meist vier oder fünf Paare übrig. Dann entscheiden manchmal Kleinigkeiten - ob zum Beispiel die Größe des Kindes zu der der Adoptiveltern passt oder auch, ob jemand gerade verreist und deshalb nicht erreichbar ist.

Doch selbst wenn ein Paar das ersehnte Baby endlich im Arm hält, bedeutet dies nicht immer ein Happy End. Auch die Kleins stellten nach der ersten Euphorie fest, dass ihr Kind ein Päckchen von Problemen mit sich trug. Es war leicht irritierbar, brauchte sehr viel Nähe und Aufmerksamkeit, musste das erste Jahr über regelmäßig zur Krankengymnastik.

Das sei nicht die Ausnahme, sondern die Regel,auslandsadoption.biz bestätigt Lenore Wittig, Psychologin des Vereins "Freunde der Kinder", der als Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Hamburg Beratung anbietet. Wenn Mütter in der Schwangerschaft drogen- oder alkoholsüchtig waren, hat auch das Kind darunter zu leiden.

Unterschätzt wurde lange Zeit das Trauma, das es für ein Neugeborenes bedeutet, in der besonders schutzbedürftigen Zeit nach der Geburt von der Mutter getrennt zu werden. Als Folge empfänden die Kinder in ihrem Leben sehr viel weniger Sicherheit, seien - gerade in Umbruchphasen - leichter in ihrem Selbstwertgefühl zu erschüttern und täten sich schwer, Bindungen aufzubauen, so Wittig. Wichtig ist es für Adoptivkinder in jedem Fall, so früh wie möglich über ihre Geschichte Bescheid zu wissen, damit nicht das Gerüst ihrer Identität irgendwann zusammenbricht.

Während es sehr viele Paare gibt, die ein Kind adoptieren möch-ten , ist die Situation bei den Pfleg-schaften entgegengesetzt. Viel zu wenige Eltern sind bereit, vorübergehend ein Kind aufzunehmen, das kurzfristig aus seiner Familie herausgenommen werden muss. Dabei ist der Bedarf stark gestiegen. 2008 wurden allein in Hamburg 1240 Kinder und Jugendliche kurzfristig in Obhut genommen.

Für manche Paare ist dies eine Alternative zur Adoption. Doch bis man sich von dem Wunsch nach einem Kind, das ganz zu einem gehört, verabschiedet hat und dazu bereit ist, ein Kind nur für befristete Zeit aufzunehmen, kann es lange dauern. "Dies bedeutet eine große innere Entwicklung", sagt Psychologin Wittig.

"Ich möchte dem Land etwas zurückgeben"

Günter Schwarz aus Grabersdorf adoptierte die kleine Mara aus Äthiopien. Nun will er zum Dank in diesem Land einen Brunnen errichten.

auslandsadoption.bizÜberall, wo man hingeschaut hat, waren Schwangere oder Familien mit Kindern unterwegs", blickt Günter Schwarz zurück in eine Zeit voller Hoffen und Bangen, die ihn und seine Frau Margit mit dem Wunsch nach einem Kind an den Rand des Erträglichen gebracht hat. "Wäre es nicht so stark zu spüren gewesen, dass wir kurz vor dem Durchbruch stehen, hätten wir damals aufgegeben." Dies sind die Worte eines heute glücklichen Vaters, der durch die Adoption der kleinen Mara aus Äthiopien zu einem besseren Leben gefunden hat. Nun möchte er dem fremden Land, das ihm seine Tochter geschenkt hat, etwas zurückgeben: Er ermöglicht den Bau eines Brunnens in Meki , zwei Autostunden von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens entfernt, der künftig rund 1000 Familien mit Wasser versorgen soll.

Rückblick

Es war im Jahr 1993, ein Urlaub in der Türkei. Ein kleines Mädchen mit dunkler Hautfarbe namens Asha weckte in der Chefsekretärin Margit Schinagl und dem Inhaber eines Grazer Planungsbüros Günter Schwarz, der ursprünglich aus Grabersdorf stammt, erstmals das Gefühl: "So sollte unsere eigene kleine Familie auch einmal aussehen!" Zurück im stressigen Alltag waren diese Gedanken schnell wieder verschwunden, bis zum Jahr 2000, als der Kinderwunsch immer größer wurde, jedoch alle Versuche über drei Jahre lang erfolglos verliefen. Das Weihnachtsfest 2003 mit der gesamten Familie wurde zur Qual, die Stimmung war am Tiefpunkt. Beim gemeinsamen Stöbern im Familienalbum fand man dann Fotos von der kleinen Asha aus dem Urlaub von 1993. In der Sekunde war für beide klar, dass das Gründen einer Familie für sie funktionieren könnte, wenn sie sich für eine Adoption entscheiden. Noch am selben Abend meldeten sie sich beimauslandsadoption.biz Verein "Brücke nach Äthiopien" an, der erfolgreich Adoptionen vermittelt. Und eine erneute Durststrecke für die folgenden zwei Jahre begann.

Belastungsprobe

Mehrere Kurse mussten absolviert werden, Amtswege erledigt, bevor man einen eigenen Akt mit dem Kinderwunsch nach Äthiopien schicken durfte. Nach einem Weihnachts-Fluchturlaub erreichte die beiden am 28.Dezember 2005 ein Telefonat und der Verein überbrachte die frohe Botschaft, dass ein Mädchen in Äthiopien auf seine Eltern warten würde. Vier Wochen später ging die Reise in das fremde Land los, zusammen mit drei weiteren Familien, die in Addis Abeba ein Kind adoptieren wollten. Noch am Tag der Ankunft durften die beiden ein äußerst zartes Mädchen in die Arme schließen - es bekam den Namen Mara Theres und hatte, wie durch ein Wunder, auch noch am selben Tag Geburtstag wie ihr neuer Vater. "Schon in der Zeit, die wir mit Mara noch in Äthiopien verbringen mussten, habe ich mir geschworen, dass ich dem Land, das mir meine Tochter geschenkt hat, einmal etwas zurückgeben möchte", beteuert Schwarz. Und dieses Versprechen hat er auch gehalten.

Ich baue einen Brunnen

Auf einem Vereinstreffen 2008 hörte er einen Vortrag von Michael Zündel, dem Gründer von "Brücke nach Äthiopien", der ihn dazu inspirierte: "Ich baue einen Brunnen!" Deshalb nahm er den gemeinsamen Geburtstag von sich und Mara zum Anlass, ein Fest zu veranstalten unter dem Motto "Ein Brunnen für Äthiopien", wo er anstelle eines Geburtstagsgeschenkes um eine Spende bat, mit deren Hilfe er dieses Projekt realisieren will. "Ich wusste, dass ich die 17.000 Euro für diesen Brunnen und die dazugehörigen Pipelines alleine nie auf die Beine stellen kann", berichtet er rückblickend. Daher wurden Gäste - Freunde, Verwandte und Geschäftspartner - um eine Unterstützung gebeten. Und diese Unterstützung war so großzügig, dass er den gespendeten Betrag am Tag der Übergabe des Schecks im Zuge der Geburtstagsfeier in Sierling bei Stainz kaum aussprechen konnte. Es waren 14.200 Euro und bis dato sind sogar schon Spenden von rund 16.110 Euro in dieses einzigartige Projekt geflossen, dessen Realisierung durch Michael Zündel und seinen Verein vor Ort betreut wird. "Es werden bereits die ersten Rohre für die Pipeline verlegt, über eine Länge von 2,2 km", so Schwarz, "und danach werden die Wasserentnahmestellen gebaut, davon wird es zwölf Stück geben."

Alltag in Äthiopien

Zündel kennt die schwierige Situation in Äthiopien und ist daher dankbar für das Engagement von Schwarz: "Ein Brunnen legt nur den ersten Stein, denn in Äthiopien sind die Kinder und Frauen dafür verantwortlich, von Kilometer weit entfernten Flüssen Wasser ins Dorf zu bringen, was die Kinder natürlich davon abhält, in die Schule zu gehen. Daher ist es wichtig, dass wir ihnen diese Arbeit abnehmen, indem wir im Ort Brunnen bauen." Um dies zu bekräftigen und das Land zu repräsentieren, reiste sogar die Leiterin des Vereines in Addis Abeba, Asmare Montegbosh , zur Feier an, die den stolzen Eltern damals auch Mara zum ersten Mal in die Arme gelegt hatte und deshalb eine ganz besondere Rolle für die kleine Familie spielt. "Man hat mir mit Mara das schönste Geschenk gemacht, das ich mir hätte vorstellen können, nun war es an der Zeit, dass ich danke sage", meint Günter Schwarz, der sich in wenigen Wochen natürlich selbst von den Fortschritten in Meki überzeugen will und dabei seiner Tochter vielleicht auch ihr Heimatland zeigen möchte.

auslandsadoption.biz