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Artikel eizellenspende

Legalisierung der Eizellenspende.
Probleme beim Kinderwunsch in Deutschland.

Eine Legalisierung der Eizellenspende und eine Anpassung des veralteten Embryonenschutzgesetzes hilft nach Ansicht von Medizinern gegen sogenannten Kinderwunschtourismus.

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Unter dem Titel Kinderwunsch in Deutschland eine besondere Situation lädt die deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin am 17. Juni zu einem Treffen nach Berlin ein. Mit verschiedenen Fachvoträgen will der Verein auf die Probleme von Paaren und Medizinern beim Thema Kinderwunsch aufmerksam machen.

Veraltetes Gesetz trifft rasanten Fortschritt

Dabei legen die Veranstalter ein besonderes Augenmerk auf das Embryonenschutzgesetz (EschG) dass seit nunmehr 20 Jahren inzwischen veraltet sei. Zwar seien die Regelungen damals in der besten Absicht entwickelt worden, die Entstehung von menschlichem Leben ausserhalb des Körpers und den richtigen Umgang mit den dabei entstehenden Embryonen zu gewährleisten, doch die entsprechenden Techniken hätten in den vergangenen Jahren extreme Fortschritte gemacht. Dabei bezieht man sich bei der DGRM beileibe nicht nur auf die viel diskutierte Stammzellforschung, die im Bereich der Kinderwunschbehandlung sowieso keine Rolle spiele. Vielmehr sind Methoden angesprochen, welche weltweit wissenschaftlich etabliert sind und im Ausland bereits längst Einzug in die tägliche, klinische Routine-behandlung von Kinderwunschpaaren gehalten haben: Eizellspende und elektiver single embryo transfer (eSET), so das Papier der Gesellschaft.

Immer mehr Reproduktionstourismus

Die Mediziner, die in der deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin organisiert sind, behandeln jährlich über 100.000 Paare mit Kinderwunsch und werden dabei immer wieder mit Problemen konfontiert, die durch eben jenes veraltete Gesetz entstünden. Fragen nach den Erfolgsraten oder nach rechtlichen Regelungen, wie zum Beispiel das Verbot der Eizellenspende in Deutschland, müsse man immer wieder mit Hinweis auf dieses Gesetz antworten. Entsprechend deutlich steige auch deswegen der sogenannte Reproduktionstourismus unter deutschen Paaren. Immer mehr Menschen, die sich Nachwuchs wünschen, reisen ins Ausland, um sich den Wunsch dort mit Methoden zu erfüllen, die erfolgversprechender, in Deutschland aber nicht erlaubt sind. Diese Reisen seien nach Ansicht der DGRM nicht nur strapazierend, sondern auch stigmatisierend und zum Teil sogar gefährlich. Für die Mediziner entstehe zudem ein ethisches Problem, weil sie ihren Patienten medizinisch anerkannte und etablierte Behandlungen vorenthalten müssten.

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DGRM fordert Legalisierung von Eizellenspende und eSET

Die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin fordert nicht nur gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Reproduktionsbiologie des Menschen (AGRBM) eine Legalisierung der Eizellenspende in Deutschland, sondern will auch Politikern, Fachleuten und Interessierten hinreichende Informationen über jene Themen geben. Dazu werden am 17. Juni in Berlin unterschiedliche Fachleute zum Thema sprechen.

Ab 19 Uhr wird es unter anderem einen Vortrag von Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel zum Thema Die Deutsche Situation aus Sicht der Reproduktionsmedizin geben. Zudem spricht Detlef Parr, Mitglied des deutschen Bundestages (FDP) über Vergangenheit und Zukunft des deutschen Embryonenschutzgesetzes und auch Betroffene Kinderwunschpatienten werden zu Wort kommen mit Beschreibungen ihrer Erfahrungen im Ausland.

Mediziner fordern Eizellspende.
Debatte um spätes Mutterglück entbrannt.

Frankfurt/Main (RPO).Das späte Mutterglück einer 64 Jahre alten Frau aus Aschaffenburg hat in Deutschland hitzige Diskussionen entfacht. Mediziner fordern nun die Einführung der Eizellspende auch in Deutschland.

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Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Reproduktionsmedizinischen Zentren in Deutschland, Ulrich Hilland, kritisierte zwar die jetzt bekanntgewordene Schwangerschaft der 64-Jährigen, sprach sich aber für eine Gesetzesänderung für die bislang verbotene Eizellspende aus. In medizinisch klaren Fällen müsse dies möglich sein.

"Wir würden aber die Altersgrenze hier bei 45 Jahren sehen und nicht jenseits der 50. Alles andere ist aus ethischer Sicht nicht vertretbar", sagte Hilland am Dienstag im rbb-Inforadio.

Die Göttinger Medizinhistorikerin Claudia Wiesemann sprach sich im WDR ebenfalls für eine Änderung des entsprechenden Passus' im Embryonenschutzgesetz aus. Mit Verweis auf die Entstehungszeit des Gesetzes im Jahr 1990 sagte sie, man habe damals die Leihmutterschaft im Auge gehabt.

"Man wollte verhindern, dass Kinder von Frauen ausgetragen werden im Rahmen eines ,Vertrages' für andere Eltern." Das sei ein vernünftiges Ziel gewesen, aber man sei darüber "weit hinausgeschossen".

Es gebe ja wie jetzt auch im Fall der Aschaffenburgerin "eine Eizellenspende, die einer Frau zugute kommt, die sowohl schwanger ist als auch später die soziale Mutter des Kindes sein wird. Und diese Form der Eizellenspende, die beispielsweise in anderen europäischen Länder erlaubt ist, die, meine ich, muss man in Deutschland erlauben - schon aus Gleichbehandlungsgründen, da ... die Samenzellenspende in Deutschland nicht verboten ist", sagte die Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Göttingen.

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Mediziner fordern Zulassung von Eizellenspende.

Freiburg - Mit Blick auf eine steigende Zahl von künstlichen Befruchtungen im Ausland haben die deutschen Fortpflanzungsmediziner jetzt eine Liberalisierung des Embryonenschutzgesetzes gefordert. In ärztlich begründeten Einzelfällen müsste auch die in Deutschland bislang verbotene Eizellenspende erlaubt werden, sagte am Wochenende in Freiburg der Pressesprecher des Dachverbandes Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR), Franz Geisthövel. Mittlerweile reisen jährlich rund 1000 hierzulande lebende Frauen ins Ausland, um dort eine künstliche Befruchtung vornehmen zu lassen.

Außer der Eizellenspende auch die planmäßige Vorratshaltung von Embryonen. Durch die strengen Bestimmungen soll unter anderem die Forschung an überzähligen Embryonen verhindert werden. Eine Liberalisierung wird von den Kirchen strikt abgelehnt.

Geisthövel verwies auf den vom DVR entwickelten "deutschen Mittelweg". Darin werde ausdrücklich das Verbot der Embryonenforschung bekräftigt. Es sollten jedoch im Einzelfall mehr als drei Eizellen, die sich auf dem Weg der Befruchtung befinden, weiterkultiviert werden, um zwei entwicklungsfähige Embryonen zu erhalten. Entwickeln sich mehr als zwei Embryonen, könne der überzählige Embryo tiefgefroren werden.

Ziel der vorgeschlagenen Maßnahme sei es, die Schwangerschaftsrate bei Kinderwunschpaaren bei einer ungünstigen Prognose zu heben sowie die risikoreiche Drillingsschwangerschaft gänzlich zu verhindern. Dies sei "ein höchst ethischer Anspruch, und eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes wäre hierfür nicht nötig", sagte Geisthövel.

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Immer mehr Ausländer erfüllen sich Kinderwunsch in Argentinien.

BUENOS AIRES (dpa). Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires war lange Zeit vor allem als Zentrum der plastischen Chirurgie bekannt. Inzwischen aber reisen immer mehr Touristinnen an, um schwanger zu werden - und verlassen sich dabei auf das Können von Ärzten. Reiseagenturen haben bereits eine neue Sparte im Programm: "Reproduktionstourismus" am Río de la Plata.

Claudia und Juan versuchen in ihrer Düsseldorfer Heimat seit zwei Jahren, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. Sie ist 37, er 41 - die biologische Uhr tickt. Nach Buenos Aires sind sie gekommen, um der Natur mit einer ICSI nachzuhelfen, einer sogenannten intracytoplasmatischen Spermieninjektion. In Deutschland hätte die Krankenkasse sogar die Hälfte der Kosten übernommen. Aber das Paar hat es dort gar nicht probiert: "Wir wollten damit nicht zu einem deutschen Arzt", sagt Juan. "Der Umgang mit den Menschen ist hier viel wärmer, viel persönlicher", ergänzt Claudia. "Wir können unseren Arzt hier sogar auf dem Handy anrufen."

Der "Klapperstorch" hat sein Nest mitten im Zentrum von Buenos Aires. Das CEGyR ist eines der renommiertesten Institute der Stadt. Hier residiert Dr. Demián Glujovsky, gefeierter Reproduktionsspezialist und Leiter des hiesigen Eizellen-Spendeprogramms. "Die meisten Ausländer kommen wegen dieser Behandlung", sagt der 35-Jährige. Etwa 400 Paare seien es pro Jahr, etwa 15 Prozent seiner Patienten. Der Grund: "Eine Schwangerschaftsrate von 50 Prozent bei vergleichsweise niedrigen Kosten." In den USA und Kanada kostet eine solche Behandlung 20 000 Dollar (15 000 Euro), in Südamerika nur etwa 5000 Dollar. In Deutschland ist die Eizellenspende sogar ganz verboten.

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Auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept sagt Glujovsky: "Man darf die Zahlen nicht aufblasen. Man muss die Informationen teilen und dann gemeinsam mit den Betroffenen entscheiden." Das Telefon klingelt permanent, Glujovksy geht jedes Mal ran. "Ich beantworte den ganzen Tag E-Mails. Klar stresst mich das - aber noch viel mehr stresst es mich, nicht zu antworten. Die Leute stehen ja unter Druck. Für mich sind das ein paar Minuten, die Patienten stehen unter dem Druck von fünf Jahren ohne Baby."

Die persönliche Betreuung ist das eine, die seit Argentiniens Wirtschaftskrise 2001 abgewertete Währung Peso das andere. Ein weiterer Faktor ist eine Lücke im Gesetz: Wo nichts verboten ist, ist alles erlaubt. Eine merkwürdig anmutende Unterlassung in einem Land, in dem Abtreibung vom ersten Tag der Schwangerschaft an verboten ist.

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Für Claudia und Juan ist die Lücke praktisch: Sie konnten in Buenos Aires gleich ein paar befruchtete Eizellen einfrieren lassen, für weitere Versuche. "Mit der Post geht das ja schlecht", witzelt Claudia. In Deutschland ist auch das verboten. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz darf nur am ersten Tag, im sogenannten Polkörperstadium, die Eizelle manipuliert werden. Ab dem zweiten Tag hat die Eizelle den rechtlichen Status eines Embryos, der aus ihm werden kann.

Ab wann für ihn aus einem Zellhaufen ein Mensch wird? Glujovsky weicht aus. Die ethischen Grenzen, die er setzt, sind rein intuitiv. "Das hat was mit gesundem Menschenverstand zu tun: Frauen über 50 behandle ich nicht. Das würde ja heißen, ein Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit noch im Teenageralter zum Waisen zu machen." Ob er auch homosexuellen Paaren zu einer Schwangerschaft verhelfen würde? "Nach solchen Dingen fragen wir nicht."

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Die Eizellenspenden für das Programm der CEGyR stammen von Frauen, die nach internationalen Standards ausgesucht werden. Die Spenderinnen bleiben anonym. Damit will das Institut Verhältnissen wie in den USA vorbeugen. Dort kann man sich auf einschlägigen Internetseiten Fotos, Uni-Abschlüsse oder "besondere Fähigkeiten" der potenziellen Spenderinnen ansehen und je nach Möglichkeit auch mal mehr bezahlen. Glujovsky sagt hingegen: "Wir sind kein Supermarkt."

Trotzdem: Die Grenzen zwischen ärztlicher Kunst und Kommerz sind fließend in Zeiten des Internets. Glujovskys Website preist auch die Schönheiten der Hauptstadt und verlinkt direkt auf einen Concierge-Service, der den potenziellen Patienten anbietet, bei allem zu helfen, was der ahnungslose Reproduktionstourist brauchen könnte.

Claudia und Juan haben ihren Freunden in Deutschland nichts von dem Grund ihres Argentinien-Aufenthalts erzählt. Es müsse ja keiner mitbekommen. "Schwanger ist schwanger", sagt Claudia. Die beiden müssen los - in die Apotheke. Hormone kaufen für die Behandlung. Am folgenden Tag soll es losgehen.

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Sonne, Strand und Samenspende.
Reisebüro bietet Befruchtungsreisen für lesbische Paare.

Eine Woche im Fünf-Sterne-Hotel, abends nett am Strand spazieren gehen - und zwischendurch eine künstliche Befruchtung in der Klinik Institut Bernabeau. Diesen Service bietet jetzt das spanische Internet-Reisebüro Rainbow Tourism an, speziell für lesbische Paare.

Frankfurt am Main - Entspannung fördert die Fruchtbarkeit: So gehört zum Angebot "Fértil Relax" ein Hotel mit fünf Sternen inklusive Massage und einer Gesichtsbehandlung. Nur 600 Euro berechne der Luxustempel den Kunden von Rainbow Tourism pro Woche und Person, schwärmt María José Rico, Mitinhaberin des spanischen Internet-Reiseanbieters. "Normalerweise ist das sehr, sehr viel teurer."

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Mehr noch als der großzügige Rabatt des Hotelbetreibers soll freilich die liberale spanische Gesetzgebung dem neuesten Angebot von Rainbow Tourism zum Erfolg verhelfen. Das Drei-Mann-Unternehmen, das Reisen speziell für Homosexuelle organisiert, bietet seit kurzem in Zusammenarbeit mit der in Alicante gelegenen Klinik "Instituto Bernabeu" Befruchtungsreisen an.

Vier Frauen haben sich bereits angemeldet, "kurioserweise alles Spanierinnen", sagt Rico SPIEGEL ONLINE. Denn eigentlich hatte man bei Rainbow Tourism speziell lesbische Paare aus dem Ausland als Zielgruppe vor Augen. Frauen aus Deutschland etwa, wo die umstrittene Eizellenspende verboten ist und die Richtlinien der Bundesärztekammer die Befruchtung mit Hilfe einer Samenspende immer noch auf heterosexuelle Paare beschränkt. Rico und ihre Geschäftspartner wollen deshalb die Befruchtungsreisen in die Sonne schon bald in der Bundesrepublik bewerben - vielleicht schaffe man es ja schon auf die Tourismusmesse ITB in Berlin im März.

Den Statistiken des Instituto Bernabeu zufolge nutzen schon jetzt viele Ausländerinnen die Angebote in der Hafenstadt an der Costa Blanca. 400 von 2000 behandelten Frauen der Klinik kamen schon 2008 nicht aus Spanien. Den Trend will Rico gewinnbringend nutzen. Neben Deutschland hat das Unternehmen auch Italien, Großbritannien und die Schweiz als Märkte im Visier. Selbst für Frauen aus Kanada und den USA sei die Offerte interessant, ist Rico überzeugt. "In den USA sind zwar die gleichen Dinge möglich wie hier, aber es kostet das Zehnfache", behauptet sie.

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Im Instituto Bernabeu müssen die Kundinnen mit 1000 bis 1500 Euro für eine einfache Samenspende und rund 7000 Euro für Eizellenspende und/oder In-vitro-Befruchtung rechnen. Dazu kommen die Hotel- und Flugkosten. Und dass der Aufenthalt im milden Klima den gewünschten medizinischen Erfolg hat, ist längst nicht garantiert. Laut Instituto Bernabeu führen rund 60 Prozent der Behandlungen im Hause zum gewünschten Erfolg.

Trotzdem zweifelt Rico nicht daran, dass das Angebot ein Erfolg wird. Alicante habe die idealen Voraussetzungen, Zentrum für den Befruchtungstourismus zu werden, wirbt sie. "Die touristische Infrastruktur ist herausragend, und die Stadt ist sehr gut erreichbar." Und der Service der Drei-Mann-Agentur sei sehr "familiär". Wer wolle und die nötigen Voraussetzungen erfülle, könne sich von Rainbow Tourism zudem auch die Hochzeit ausrichten lassen, sagt Rico. Den spanischen Gesetzen zufolge haben homosexuelle Ehepartner die gleichen Rechte wie Heterosexuelle. Allerdings muss einer der beiden Partner seit zwei Jahren eine Wohnerlaubnis für Spanien haben, damit die Hochzeit stattfinden kann.

Fernsehtipp: Schwanger durch Eizellspende.

Heute abend gibt es im ZDF einen Bericht über Ines und Chris, die sich ihren Kinderwunsch per Eizellspende in Tschechien erfüllen möchten.

Mittlerweile ist Ines fast 50 Jahre alt, ihr Mann Chris ist 38. Da auf natürlichem Wege kaum mehr Chancen für eine Schwangerschaft bestehen, probierten sie es mit einer Eizellenspende in Tschechien.

Elf Mal hat Ines die Prozedur schon über sich ergehen lassen, bislang jedoch ohne Erfolg. Rund 40.000 Euro haben Ines und Chris für ihren Kinderwunsch bislang aufgebracht. Sogar eine Homöopathin konsultierten sie, in der Hoffnung, durch Akupunktur ihrem Glück etwas auf die Sprünge helfen zu können.

Interessant ist, dass in dieser Sendung auch einmal die Spenderinnen zu Wort kommen:

Die Eizellen kommen von Frauen wie Alena B. Die 27-jährige Tschechin ist allein erziehende Mutter, hat zwei kleine Töchter. Für die gespendeten Eizellen bekommt sie umgerechnet knapp 800 Euro. Viel Geld für die junge Mutter. Doch das Geld allein, so sagt sie, sei nicht der Grund für ihre mittlerweile neunte Eizellenspende: Ich spende, weil ich damit Frauen helfen will, die keine eigenen Kinder haben können. Seit vier Jahren schon lässt sich Alena alle sechs Monate Eizellen entnehmen - kürzere Intervalle sind aus gesundheitlichen Gründen nicht erlaubt.

Das Team von ZDF.reporter begleitet Ines und Chris bei ihrem zwölften Behandlungsversuch. Daumendrücken hilft leider nicht mehr, das negative Ergebnis wird bereits in der Sendung mitgeteilt. Die beiden planen eine dreizehnte Behandlung.

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Großbritannien: Lesbische Frauen sind begehrt.

Vor einigen Jahren waren lesbische Paare in den Kinderwunschkliniken nicht immer gern gesehene Gäste. Dass sich dies in der letzten Zeit merklich geändert hat, liegt nicht (nur) an der vermehrten Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Beziehungen.

Vielmehr liegt es daran, dass eine künstliche Befruchtung bei lesbischen Frauen deutlich höhere Erfolgsraten hat als bei heterosexuellen Frauen. das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass bei diesen Frauen meist keine echte Sterilitätsursache vorliegt. Natürlich kann auch eine lesbische Frau eine Endometriose und andere fruchtbarkeitsmindernde Erkrankungen haben, meist ist die Kinderlosigkeit jedoch lediglich darauf zurückzuführen, dass die Herbeiführung einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausscheidet.

Im Durchschnitt liegen die Schwangerschaftsraten ca. 20% höher als bei heterosexuellen Frauen. Die Qualität der Eizellen scheint also sehr gut zu sein und deshalb werden lesbische Frauen vermehrt und bevorzugt in sogenannte Eggsharing-Programme aufgenommen.

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Was ist Eggsharing?

Der Bedarf an Eizellen, die für eine Eizellspende verwendet werden können, stieg in den letzten Jahren so deutlich an, dass er durch Spenderinnen nicht mehr gedeckt werden konnte. Normalerweise werden die Eizellen von Frauen gespendet, die ausschließlich dafür hormonell behandelt werden und denen die Eizellen dann entnommen werden.

Beim Eggsharing werden Frauen, die sich in einer Kinderwunschbehandlung befinden, mehr Eizellen stimuliert und entnommen, als es für den für den eigenen Bedarf notwendig wäre. Überschüssige Eizellen werden dann an Paare abgegeben, die diese benötigen, weil die Frauen selbst keine Eizellen mehr bilden können.

Die Spenderin bekommt dann einen deutlichen Preisnachlass für die Kosten ihrer Behandlung, der von den Empfängerinnen der Eizellen bezahlt werden. Der Nachteil: Natürlich haben die Frauen, die selbst eine IVF benötigen, oft zusätzliche Sterilitätsfaktoren, die sich auch in der Qualität ihrer Eizellen wiederfinden.

Gerade in Großbritannien, wo konventionelle Eizellspenderinnen nicht für ihre Spende bezahlt werden dürfen, ist das Eggsharing eine sehr gute Alternative. Kliniken in England bewerben daher diese Methode offensiv und speziell zur Rekrutierung lesbische Paare mit Kinderwunsch.

Werden Spendering und Empfängerin der Eizellen schwanger, dann ergibt sich daraus 18 Jahre später ein seltsames Szenario: Das Kind der lesbischen Mutter kann dann in Erfahrung bringen, wer der Samenspender war, dem Kind der Empfängerin der Eizellen wird das gleiche Recht hinsichtlich der Eizellspenderin eingeräumt.

Leider ergeben sich in Deutschland solche Probleme nicht, da eine Eizellspende verboten ist.

Politik und Kinderwunsch: Einladung zum Austausch.

Unter der Überschrift Medizin trifft Politik: Kinderwunschbehandlung in Deutschland eine besondere Situation! lädt die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e. V. (DGRM) zu einem Gedankenaustausch in Berlin ein:

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Das Hauptthema wird in der Ankündigung deutlich formuliert:

Täglich müssen wir Patientinnen und Patienten, die mit einem erheblichen Leidensdruck zu uns kommen, Rede und Antwort stehen auf Fragen wie: Sind die Behandlungsergebnisse im Ausland wirklich so viel besser als in Deutschland?, oder Warum ist eine Samenspende in Deutschland erlaubt, eine Eizellspende aber verboten?. In vielen Fällen können wir hierauf nur unbefriedigend antworten.

Während die Eizellspende durch das deutsche ESchG klar verboten ist, gibt es hinsichtlich des eSET zumindest rechtliche Unklarheiten. Dies führt mittlerweile zu einem ausgedehnten Reproduktionstourismus deutscher Paare vorwiegend ins europäische Ausland.

Tausende deutscher Kinderwunschpatientinnen und -patienten nehmen daher jährlich die Strapazen einer für sie beschwerlichen und stigmatisierenden da als illegal empfundenen Behandlung im Ausland auf sich, wobei in vielen Fällen die medizinische Qualität der Therapie sicherlich unter dem in Deutschland möglichen Niveau liegt. Diese Situation ist für das Patienten versorgende Personal in Deutschland nicht nur unbefriedigend, sondern in vielen Fällen auch nicht mit der Berufsethik zu vereinbaren, da eine medizinisch etablierte Behandlungsmethode den Leidenden vorenthalten werden muss. Für die betroffenen Kinderwunschpaare aber ist diese Situation unwürdig!

Völlig einverstanden und ein sehr lobenswerter Ansatz ist, dass die Einladung auch explizit unseren Volksvertretern gilt. Es ist zu hoffen, dass sich nicht nur Hubert Hüppe angesprochen fühlt, sondern ein echter Austausch stattfindet, in dem die Probleme der deutschen Kinderwunsch-Paare und ihrer Ärzte ernstgenommen und offen diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet am 17.6. im Hotel Meliã, Friedrichstr. 103, 10117 Berlin statt. Hier noch einmal der Link zum Programm.

Nur nebenbei: Auf der Homepage der DGRM fand ich auch eine Stellungnahme zum Berliner Embryonen-Prozess, die hier nachzulesen ist.

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Der Baby-Bausatz.

Ich weise ja gerne einmal darauf hin, dass die Medien im Bezug auf Kinderwunsch-Behandlungen immer das Außergewöhnliche suchen und ein Bericht über die normale künstliche Befruchtung in Deutschland offenbar zu langweilig ist, um darüber zu berichten.

Ein Bericht der New York Times gibt mir diesbezüglich recht, verdient aber dennoch Erwähnung hier, weil die Entstehungsgeschichte der Kinder von Familie Kehoe schon bemerkenswert ist.

  • Amy Kehoe suchte sich zunächst eine geeignete Eizellspenderin aus. Ihre Wahl fiel auf eine Medizinstudentin der Universität Michigan. Harvard wäre vermutlich nicht zu bezahlen gewesen.
  • Nun brauchte sie noch die richtigen Spermien. Hier wählte sie einen anonymen athletischen Spermienspender mit gutem Highschool-Abschluss
  • Über die Internetadresse Surromomsonline.com kam sie in Kontakt mit einer geeigneten Leihmutter.
  • Schließlich brauchte sie nur noch eine IVF-Klinik, die ihr diesen Bausatz zusammenbasteln sollte und ihre Wahl fiel auf IVF Michigan.

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Die Zwillinge Bridget und Ethan wurden im August dieses Jahres geboren. Happy Ending?

Nein, leider geht die Geschichte noch weiter: Die Polizei fand einen Monat später die verlassenen Kinder und übergab sie der Aufsicht der Leihmutter Laschell Baker. Frau Baker erwirkte eine gerichtliche Verfügung, um die Kinder weiter behalten zu dürfen, da Frau Kehoe offenbar an einer nicht näher bezeichneten psychischen Strörung leidet, die medikamentös behandelt wird.

Dieser nicht nur medizinisch verwickelte Fall zeigt, dass die Regulation der sogenannten Third-Party-Reproducktion in den USA verbesserungswürdig ist. Die Gesetze dazu sind ind den Bundesländern unterschiedlich. Im Staate Michigan steht in Konfliktsituationen das Sorgerecht der Frau zu, welche die Kinder ausgetragen hat, in anderen Bundesländern muss mindestens eines der Elternteile mit dem Kind genetisch verwandt sein, in weiteren Regionen gibt es überhaupt keine Gesetze, die auf die Leihmutterschaft anwendbar wären.

Leidtragende sind zwar auich die beteiligten Erwachsenen, vor allem jedoch die Kinder, die nicht selten unter Einsatz von Gerichtsurteilen in mehreren Familien hin- und hergereicht werden.

Warum man Eizellspenden in Deutschland erlauben sollte.

Eizellspenden sind für viele Frauen die einzige Möglichkeit, schwanger zu werden. Dabei sind die alten Mütter, wie sie aktuell in England in der Presse heftig diskutiert werden, die große Ausnahme. Sehr viel häufiger wird eine Eizellspende wegen vorzeitiger Wechseljahre oder low response notwendig.

Abgesehen davon, dass es nicht verständlich ist, warum man für eine solche Behandlung ins Ausland gehen muss, während die Samenspende in Deutschland erlaubt ist, gibt es auch andere Gründe, diese Behandlung in Deutschland zu erlauben:

Unfruchtbarkeit schafft weltweit einen lukrativen Markt für Eizellen. Das nutzen skrupellose Händler vor allem in Osteuropa aus. Für nur wenig Geld dienen ihnen junge Rumäninnen als Eizellen-Spenderinnen für die betuchte Klientel. Die Folgen für die Frauen sind dramatisch.

Eine sauber reglementierte Lösung für eine Behandlung in Deutschland (für die Empfänger und die Spenderin der Eizellen) wäre sicherlich der bessere Weg.

Noch ein Volltreffer: 49jährige mit Vierlingen.

Er scheint ein echter Harsadeur zu sein, der Kollege Michael Kamrava. Erst hat er die Achtlinge in Kalifornien zu verantworten und sieht sich den Ermittlungen der kalifornischen Gesundheitsbehörde ausgesetzt und nun hat er einer 49-jährigen Frau zu einer Vierlingsschwangerschaft verholfen, so berichtet die Los Angeles Times unter Berufung auf mehrere voneinander unabhängigen Quellen. Die Frau selbst verneinte in einem Telefoninterview jedoch, Patientin von Kamrava zu sein.

Der 49-jährigen wurden 7 Embryonen transferiert. Dass in den USA bei über 40jährigen auch mehr als 5 Embryonen transferiert werden, ist nicht unüblich und birgt aufgrund der geringeren Erfolgswahrscheinlichkeit der künstlichen Befruchtung in höherem Alter auch nur wenige Risiken, wobei umstritten ist, ob damit wirklich die Erfolgsraten zu verbessern sind.

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Im aktuellen Fall handelte es sich jedoch um eine Eizellspende. Da die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bei diesem Verfahren nicht vom Alter der Empfängerin, sondern von dem der Spenderin abhängt, kann man fast von Glück reden, dass es in diesem Fall nur zu einer Vierlingsschwangerschaft gekommen ist. Denn die Spenderinnen sind üblicherweise jung und ihre Eizellen haben daher ein hohes Potenzial für eine Einnistung.

Eine Vierlingsschwangerschaft stellt ohnehin ein Risiko für die werdende Mutter dar. Wenn diese jedoch bereits fast 50 Jahre alt ist, dann können die Folgen einer solchen Schwangerschaft verheerend für Mutter und Kind sein. Die Frau befindet sich jetzt im 5. Schwangerschaftsmonat. Sie soll bereits drei erwachsene Kinder aus einer früheren Ehe haben, wünschte sich aber mit ihrem zweiten, jüngeren Mann noch weiteren Nachwuchs, hieß es. Die Ärzte hätten der Schwangeren bis zu der erwarteten Geburt in zwei bis drei Monaten Bettruhe verschrieben.

Wer durchhält wird schwanger. Vielleicht.

Natürlich ist es nicht so, dass man einfach nur lange genug durchhalten muss, um endlich schwanger zu werden, auch wenn es gelegentlich Studien gibt, die dies für bestimmte Methoden so erscheinen lassen. Gerade habe ich jedoch einen Artikel gefunden, der ein erstaunliches Durchhaltevermögen trotz zahlloser Niederschläge beweist. Und schließlich mit einer Schwangerschaft belohnt wurde.

Die Geschichte in Stichworten:

  • Christine und Steve Shaw heirateten, als Christine 22 Jahre alt war. Sofort bestand ein Kinderwunsch
  • Bald wurde bei ihr Endometriose festgestellt..
  • 1999 wurde die erste IVF durchgeführt.
  • Zwischen 1999 und 2007 führten sie zahlreiche Behandlungen durch, begleitet von abgebrochenen Zyklen und negativen Schwangerschaftstests
  • In dieser Zeit gaben sie insgesamt 18.000 englische Pfund für die Behandlung aus.
  • 2005 wurde bei ihr ein Morbus Hodkin festgestellt (Lymphdrüsenkrebs). Es folgten Chemotherapie und Bestrahlung
  • Von weiteren Behandlungen wurde ihr abgeraten für den Fall, dass die Erkrankung wieder auftritt
  • Christines Schwester Theresa bot sich als Leihmutter an und ließ sich 2007 noch eingefrorene Einzellen einer früheren IVF_Behandlung Christines einsetzen. Die Behandlung schlug fehl
  • An diesem Punkt rieten alle davon ab, weitere Behandlungen durchzuführen, Christine entschied sich zusammen mit ihrem Mann für eine Eizellspende, die sie Ende letzten Jahres durchführen ließ. Kostenpunkt: 7.000 Pfund
  • Jetzt ist sie schwanger mit Zwillingen und erwartet ihre Kinder im Juli

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Was sie am meisten bedauert: Ihr Mutter starb im letzten Jahr, kurz vor dem ersten positiven Schwangerschaftstest ihrer Tochter.

Mutter mit 55 *Gähn*.

Eine solche Nachricht lockt mittlerweile niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Eine 55 jährige Frau bekam in einer Grazer Geburtsklinik Zwillinge. Damit ist sie eher eine der jüngeren Frauen, die sich in diesem Alter noch ihren Kinderwunsch erfüllt. Es ist erstaunlich, wie man sich an solche Nachrichten gewöhnt. Man nimmt es zur Kenntnis und das war es dann aber auch. Eine 66-jährige wie im letzten Jahr (übrigens auch in Graz entbunden) ist dann schon eher eine Schlagzeile wert. Aber nicht die Mutter nach Eizellspende um die 50.

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Das musste auch die frischgebackene Mutter aus Österreich erfahren. Richtig interessant wurde die Geschichte nämlich erst, als sie ihre Story exklusiv an die Medien verkaufen wollte. Wiener Boulevardmedien berichteten von bis zu 50.000 Euro, die sie für exklusive Homestorys samt Babyfotos hätten auslegen müssen. Da die Story nicht ausreichend interessant war, verzichtete der Pressepöbel und machte seiner Enttäuschung Luft, indem er über die Geldgier der späten Mutter berichtete und sie so der Öffentlichkeit zum Fraß vorwarf. Sehr schön zu sehen an den Lesereinträgen des entsprechenden Artikels in der Kleinen Zeitung.

Brisant: Sie wollte ihre Story den Medien teuer verkaufen - und hat damit erneut eine Debatte um späte Mütter losgetreten.

Schon spannend. Hätte sie ihre Homestory für lau gemacht, dann wäre die Eizellspende als nebensächliches Detail untergegangen, so dient der Hinweis darauf als Waffe zur Diskreditierung der geldgierigen Mutter.

Fernsehtipp: Schwanger durch Eizellspende.

Heute abend gibt es im ZDF einen Bericht über Ines und Chris, die sich ihren Kinderwunsch per Eizellspende in Tschechien erfüllen möchten.

Mittlerweile ist Ines fast 50 Jahre alt, ihr Mann Chris ist 38. Da auf natürlichem Wege kaum mehr Chancen für eine Schwangerschaft bestehen, probierten sie es mit einer Eizellenspende in Tschechien.

Elf Mal hat Ines die Prozedur schon über sich ergehen lassen, bislang jedoch ohne Erfolg. Rund 40.000 Euro haben Ines und Chris für ihren Kinderwunsch bislang aufgebracht. Sogar eine Homöopathin konsultierten sie, in der Hoffnung, durch Akupunktur ihrem Glück etwas auf die Sprünge helfen zu können.

Interessant ist, dass in dieser Sendung auch einmal die Spenderinnen zu Wort kommen:

Die Eizellen kommen von Frauen wie Alena B. Die 27-jährige Tschechin ist allein erziehende Mutter, hat zwei kleine Töchter. Für die gespendeten Eizellen bekommt sie umgerechnet knapp 800 Euro. Viel Geld für die junge Mutter. Doch das Geld allein, so sagt sie, sei nicht der Grund für ihre mittlerweile neunte Eizellenspende: Ich spende, weil ich damit Frauen helfen will, die keine eigenen Kinder haben können. Seit vier Jahren schon lässt sich Alena alle sechs Monate Eizellen entnehmen - kürzere Intervalle sind aus gesundheitlichen Gründen nicht erlaubt.

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Das Team von ZDF.reporter begleitet Ines und Chris bei ihrem zwölften Behandlungsversuch. Daumendrücken hilft leider nicht mehr, das negative Ergebnis wird bereits in der Sendung mitgeteilt. Die beiden planen eine dreizehnte Behandlung.

Spermien, Kryo und Präimplantationsdiagnostik.

Da ich aktuell nicht viel Zeit zum schreiben habe, bediene ich mich da lieber der Hilfe anderer. Am Montag hat es noch zu einem selbstgeschriebenen Sammelsurium gereicht, heute möchte ich nur auf eines auf Wissenschaft online von Antje Findeklee verweisen. Sie fasst einige interessante Ergebnisse der aktuellen Tagung Europäischer Reproduktionsmediziner zusammen.

Hier nur einige Stichworte, genauer kann man es hier nachlesen.

  • Conrado Avenaño vom Jones Institute for Reproductive Medicine in Norfolk stellt einen Zusammenhang zwischen dem Anteil fehlgeformter Spermien und deren Erbmaterial her und empfielt spezielle Techniken, um die richtigen Spermien herauszufinden.
  • Kinder, die aus zuvor eingefrorenen Embryonen entstehen, weisen keine erhöhten Fehlbildungsraten auf, besagen die Ergebnisse einer Studie von Anja Pinborg von der Universität Kopenhagen. Heir schreibt jemand, der sich auskennt: Anstatt Frauen also zwei oder drei Embryonen zurückzugeben, bietet sich die Alternative, es mit einzelnen Embryonen und dafür mehrfach hintereinander mit kryokonserviertem Material zu versuchen. Ein Nachteil jedoch bleibt: Jeder zusätzliche Versuch bedeutet wieder 14 Tage quälende Unsicherheit für die Kinderwunsch-Paare.
  • Heidelberger Wissenschaftler fanden eine Methode, um bei Krebspatientinnen, die vor einer Chemotherapie stehen, Eizellen ohne großen Zeitverlust zu stimulieren und einzufrieren
  • Frau Maryse Bonduelle gibt mal wieder eine Nachbeobachtungsstudie heraus. Die Wissenschaftlerin, die sich in Langzeitstudien schon sehr um der Nachbeobachtung von Kindern verdient gemacht hat, die mit der ICSI gezeugt wurden, hat dies nun auch für Kinder nach Präimplantationsdiagnostik getan: Das Fehlbildungsrisiko ist nicht erhöht
  • Polly Casey vom Centre for Family Research der Cambridge University untersuchten und befragten 39 Familien mit Leihmutterschaft, 43 mit Samenspende, 46 mit Eizellspende und 70 normale Familien. Es fand sich kein Unterschiede hinsichtlich eines gesunden Familiengefüges.

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